Nach Epstein-Skandal: Prinz Andrew sauer – jetzt verliert er auch noch seinen Polizeischutz

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Nach Epstein-SkandalPrinz Andrew sauer – jetzt verliert er auch noch seinen Polizeischutz

Nach den Missbrauchsvorwürfen im Rahmen der Epstein-Affäre ist Andrew nicht mehr für das britische Königshaus tätig. Ab Dezember verfällt nun auch sein Polizeischutz. Der Royal ist sauer.

von
Salvatore Iuliano
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Prinz Andrew (62) verliert ab Dezember seinen Personenschutz. 

Prinz Andrew (62) verliert ab Dezember seinen Personenschutz. 

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Die Bodyguards, welche den Royal überallhin begleiten, sollen im Jahr bis zu drei Millionen Pfund kosten. Dies wurde bisher aus Steuergeldern der britischen Bevölkerung finanziert.

Die Bodyguards, welche den Royal überallhin begleiten, sollen im Jahr bis zu drei Millionen Pfund kosten. Dies wurde bisher aus Steuergeldern der britischen Bevölkerung finanziert.

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Dass er keinen Personenschutz mehr bekomme, passt dem 62-Jährigen aber überhaupt nicht. So will der kleine Bruder von König Charles III. nun Beschwerde beim britischen Innenministerium und der Polizei einlegen. Allerdings wird seine Beschwerde wohl unerhört bleiben. So sagt ein hochrangiger Abgeordneter: «Er scheint nicht zu verstehen, dass er in Ungnade gefallen ist und die Leute nichts mehr von ihm hören wollen.» 

Dass er keinen Personenschutz mehr bekomme, passt dem 62-Jährigen aber überhaupt nicht. So will der kleine Bruder von König Charles III. nun Beschwerde beim britischen Innenministerium und der Polizei einlegen. Allerdings wird seine Beschwerde wohl unerhört bleiben. So sagt ein hochrangiger Abgeordneter: «Er scheint nicht zu verstehen, dass er in Ungnade gefallen ist und die Leute nichts mehr von ihm hören wollen.» 

Samir Hussein/WireImage

Darum gehts

  • Weil der kleine Bruder von König Charles III. ab Dezember ohne Personenschutz dasteht, will Prinz Andrew (62) sich beim britischen Innenministerium und der Polizei beschweren. 

  • Allerdings wird er mit seiner Beschwerde wohl auf taube Ohren stossen. So sagt ein hochrangiger Abgeordneter: «Er scheint nicht zu verstehen, dass er in Ungnade gefallen ist und die Leute nichts mehr von ihm hören wollen.» 

  • Tatsächlich gilt der Lieblingssohn der verstorbenen Queen beim Volk als unbeliebtester Royal. 

Die Weihnachtszeit dürfte für Prinz Andrew (62) wohl nicht so besinnlich ausfallen. Laut der britischen Zeitung «The Sun» soll der Polizeischutz, der von britischen Steuergeldern finanziert wird, im Dezember gestrichen werden. Dies entschied die britische Regierung. Seit der Enthüllung über seine angebliche Verwicklung in die Epstein-Affäre war der ehemalige Lieblingssohn der verstorbenen Königin Elizabeth II. in Ungnade gefallen, musste sogar von seinen Ämtern zurücktreten und seine militärischen Titel abgeben.

Doch der Entscheid kommt nicht von ungefähr. Die bewaffneten Polizisten, die Prinz Andrew schützen, sollen laut «The Sun» bis zu drei Millionen Pfund im Jahr kosten, was umgerechnet rund 3,42 Millionen Franken sind. Und dies werde vom britischen Steuerzahler finanziert. 

Andrew ist sauer

Über den Entscheid der britischen Regierung ist der 62-Jährige gar nicht amused. Im Gegenteil: Dem Bericht zufolge will er Beschwerde beim Innenministerium und der Polizei gegen den Abzug seiner bewaffneten Bodyguards einlegen. Allerdings werde seine Beschwerde wohl kein Gehör finden. So sagt ein hochrangiger Abgeordneter über Prinz Andrew: «Er scheint nicht zu verstehen, dass er in Ungnade gefallen ist und die Leute nichts mehr von ihm hören wollen – besonders nicht von ihm mit seiner Bettelschale.»

Tatsächlich gilt der kleine Bruder von König Charles III. als der unbeliebteste Royal. Laut einer «YouGov»-Umfrage aus dem dritten Quartal 2022 hatten gerade mal acht Prozent der Briten eine positive Meinung über ihn.

Denkst du, Prinz Andrew hat ein Recht auf Personenschutz?

Er verlässt kaum noch das Haus

Wie der «Telegraph» vor einigen Wochen berichtet hat, soll Andrew laut Insidern seit dem Epstein-Skandal kaum noch das Haus verlassen. Lediglich zum Reiten und zum Hundespaziergang gehe er noch vor die Tür. Vor deren Tod besuchte er gelegentlich noch seine Mutter, die Queen, im Schloss.

Prinz Andrew war viele Jahre mit dem US-Investmentbanker und später verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein befreundet. Während des Gerichtsprozesses in Miami gegen Epstein, in dem er sich in zwei Fällen schuldig bekannte, Minderjährige zur Prostitution gezwungen zu haben, wurde Andrew von einer der Zeuginnen ebenfalls belastet. Demnach soll er in London und New York die damals Minderjährige bei Sexpartys missbraucht und auf Epsteins Anwesen in der Karibik an einer Orgie mit mehreren Minderjährigen teilgenommen haben.

Epstein soll ihr zudem aufgetragen haben, alles mit dem Prinzen zu machen, was immer er verlange, und ihm im Anschluss die Details darüber zu berichten. Dieses Wissen wollte Epstein als Erpressungsmaterial gegen Andrew nutzen. 2021 verklagte Virginia Guiffre den Royal, weil er sie als 17-Jährige sexuell missbraucht haben soll. Andrew stritt dies ab.

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Hier findest du Hilfe:

Belästigt.ch, Onlineberatung bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz

Verzeichnis von Anlaufstellen

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

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