Aktualisiert 28.12.2019 16:20

BBC-Journalistin verrätPrinz Andrew war happy mit Skandal-Interview

Prinz Andrew soll glücklich gewesen sein mit seinem umstrittenen Epstein-Fernsehinterview. Zumindest kurz danach.

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Am 21. Februar 2020 fuhr ein gelber Schulbus mehrmals am Buckingham-Palast vorbei. An der Seite des Busses war zu lesen: «Wenn Sie diesen Mann sehen, dann bitten Sie ihn, das FBI anzurufen, um Fragen zu beantworten.»

Am 21. Februar 2020 fuhr ein gelber Schulbus mehrmals am Buckingham-Palast vorbei. An der Seite des Busses war zu lesen: «Wenn Sie diesen Mann sehen, dann bitten Sie ihn, das FBI anzurufen, um Fragen zu beantworten.»

Stefan Rousseau
Hinter der Aktion steht die US-Anwältin Gloria Allred, die mehrere Frauen in dem Skandal vertritt. Sie wird ungeduldig: Der Prinz zeigt im Fall Epstein «null Kooperation». Auf eine Anfrage des FBI hat er nicht reagiert.

Hinter der Aktion steht die US-Anwältin Gloria Allred, die mehrere Frauen in dem Skandal vertritt. Sie wird ungeduldig: Der Prinz zeigt im Fall Epstein «null Kooperation». Auf eine Anfrage des FBI hat er nicht reagiert.

Stefan Rousseau
November 2019: In einem Interview mit BBC hatte sich der zweitälteste Sohn von Königin Elizabeth II. erstmals zu seiner Beziehung zu Epstein und den gegen ihn selbst erhobenen Missbrauchsvorwürfen geäussert.

November 2019: In einem Interview mit BBC hatte sich der zweitälteste Sohn von Königin Elizabeth II. erstmals zu seiner Beziehung zu Epstein und den gegen ihn selbst erhobenen Missbrauchsvorwürfen geäussert.

Screenshot BBC

Prinz Andrew machte im Fernsehinterview im November auf BBC keine gute Falle: Das Gespräch mit der Journalistin Emily Maitlis (49) über die gegen ihn erhobenen Missbrauchsvorwürfe in der Epstein-Affäre ist bei den Briten als «Car Crash Interview» bekannt, da er dieses so richtig gegen die Wand gefahren hatte.

Doch er selbst war damit offenbar mehr als zufrieden. Zumindest kurz danach. Das verriet die BBC-Moderatorin bei Radio Times.

«Ich hatte den Eindruck, dass er auf jeden Fall glücklich damit war», sagt Maitlis, die den öffentlichen Aufschrei, den das Interview verursachte, nicht kommen sah.

Journalistin rühmte Prinz Andrews Offenheit

Der Herzog von York machte sich in dem Gespräch eher lächerlich. Immer mehr Details kamen ans Licht, das hatte zur Folge, dass er seine öffentlichen Ämter als Mitglied des britischen Königshauses niederlegte. Die BBC-Journalistin sagt, das sei nie ihr Ziel gewesen. «Das Interview war kein Versuch, die Royals abzusägen. Es sollte nur eine Chance sein, den Fall zu verstehen.»

Sie rühmte auch die Offenheit des 59-Jährigen, weil er sich der Situation und den harten Fragen gestellt habe.

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