Aktualisiert 20.08.2013 08:08

Erstes Interview als VaterPrinz Schlingel, der kleine Kämpfer

Er mag vielleicht der zukünftige König Grossbritanniens sein, doch laut seinem stolzen Vater ist Prinz George von Cambridge zurzeit vor allem ein «kleiner Schlingel».

von
obi

Video: Reuters

In seinem ersten Interview seit der Geburt seines Sohnes spricht Prinz William mit CNN-Reporter Max Foster über das Vatersein. «Sagen wirs mal so: Er ist ein kleiner Schlingel», so der frischgebackene Vater über den knapp einmonatigen Thronfolger George Alexander Louis von Cambridge. «Er erinnert mich an meinen Bruder oder an mich, als ich Kind war – ich bin mir da nicht ganz sicher. Aber er gedeiht momentan bestens.»

«Er wächst ziemlich schnell, so scheint es. Aber er ist ein kleiner Kämpfer – er windet sich viel und will nicht einschlafen.» Und so gibt Prinz William das zu, was viele Väter nach ihrem Vaterschaftsurlaub empfinden: Dass er sich wieder aufs Berufsleben freut - der Ruhe wegen: «Wie viele Väter zweifelsohne bereits wissen, freue ich mich tatsächlich wieder auf die Arbeit. [...] Ich hoffe nur, dass ich anfänglich nicht zu viele Nacht-Einsätze bekomme.» Prinz William ist Helikopter-Pilot beim Such- und Rettungsdienst der Royal Air Force.

Selbst ist der Vater

Des Weiteren sprach William darüber, wie er und Kate vor dem St. Mary's Hospital erstmals mit ihrem Baby vor die Weltpresse traten: «Wie alle Eltern wissen, zeigt man sein neues Kind nur zu gern! Sie kennens ja – man ist der Meinung, es sei das Schönste und Beste. Für uns war es schön, dass so viele Menschen George sehen wollten. Ich war bloss glücklich, dass er nicht die ganze Zeit herumschrie.»

Mit grossem Erstaunen beobachtete die Weltöffentlichkeit damals, wie Papa William selbst den Kindersitz montierte und sich hinter das Steuer setzte. Dies wurde als Bemühen gewertet, das Prinzenpaar moderner und menschlicher erscheinen zu lassen. William relativiert: «Ich bin so unabhängig, wie ich sein will, genauso wie Catherine und Harry. Wir sind anders als Generationen vor uns aufgewachsen und ich bin nun mal der Meinung, dass, wenn ich etwas selbst machen kann, ich dies auch selbst machen will. Es gibt Zeiten, da geht das leider nicht. Es gibt Momente, in denen das System Überhand gewinnt, Momente, in denen es gar angebrachter ist, anders zu handeln. Doch meinen Sohn und meine Frau vom Spital nach Hause zu fahren war mir nun einmal sehr wichtig.»

Windelnwechseln! Los!

Auf etwas hätte der frischgebackene Vater dennoch gern verzichtet - auf die erste Windel. Doch hier gab es kein Entrinnen: «Ich habe die erste Windel gewechselt. Es ist quasi ein Ehrenabzeichen für Väter. Da hat man darauf geachtet, dass ich da nicht umhinkam. Und alle Hebammen waren dabei und schauten zu und sagten, ‹Los! Mach mal!›»

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