Gar nicht royal: Prinz zu verkaufen – für eine halbe Million
Aktualisiert

Gar nicht royalPrinz zu verkaufen – für eine halbe Million

Das britische Königshaus ist um einen Skandal reicher: Die Herzogin von York, Sarah Ferguson, wurde dabei aufgenommen, wie sie für gutes Geld ein Treffen mit ihrem Ex-Mann Prinz Andrew verhökert.

von
obi

Video: «News of the World»

Sarah Ferguson, Herzogin von York und Ex-Frau von Prinz Andrew, Nummer Zwei in der britischen Thronfolge, hält wohl nichts von vornehmer Zurückhaltung. In einer Undercover-Aktion der englischen Zeitung «News of the World» wurde sie auf Video festgehalten, wie sie eine halbe Million Pfund verlangt, um ein Treffen mit ihrem Ex-Mann zu organisieren.

Fergusons Sprecherin Kate Waddington bestätigte, das Video sei echt. Die Herzogin sei «am Boden zerstört» wegen der Peinlichkeit der Aufnahmen, sagte Waddington der Nachrichtenagentur AP.

Undercover-Aktion

In dem mit versteckter Kamera aufgenommen Film ist zu hören, wie die Herzogin dem Undercover-Journalisten, der sich als reichen Geschäftsmann ausgab, sagt: «Andrew sagte mir, 'Sag ihm 500 000'. Er weiss, dass er bis jetzt für mich die Haftung übernehmen muss, da ich kein Geld habe. Wollen Sie ihn also treffen für ihr Geschäft, kümmern Sie sich zuerst um mich und er wird sich um Sie kümmern … und schliesslich bekommen sie alles zehnfach zurück. Ich kann Ihnen jede Türe öffnen, die sie wollen.»

Der vermeintliche Geschäftsmann gab sich als Vertreter einer indischen Handelsfirma aus, die Prinz Andrew in seiner Funktion als ehrenamtlicher Beauftragter von UK Trade & Investment, der Wirtschaftförderung der britischen Regierung, kennenlernen wollte. Für das 500 000 Pfund schwere Empfehlungsschreiben bezahlte der Undercover-Journalist eine Anzahlung von 40 000 Pfund in Bar – auch dies ist auf Video festgehalten.

Fergie darf nicht aufs Töpfchen

Hintergrund der zwielichten Geldbeschaffungsaktion ist angebliche akute Geldnot der Herzogin. Ihre amerikanische Promofirma Hartmoor ging letzten Oktober bankrott – mit Schulden in der Höhe von mehr als einer Million Franken. Sie selbst behauptet, ihre Scheidungsvereinbarung erlaube ihr ein jährliches Einkommen von nur 25 000 Franken. «Können Sie sich vorstellen, dass ich zur Zeit nicht einmal einen Topf zum reinpissen habe», sagt sie dem vermeintlichen Geschäftspartner im Video. «Ich verliess die königliche Familie in aller Freundschaft, ohne Geld. Diana ging mit 20 Millionen. Und darum ist die Königin meine Freundin, weil ich nie Bohne abverlangte.» Weiter erklärt Fergie, sie und Andrew seien «das glücklichste geschiedene Paar der Welt».

Der Skandal ist perfekt – dies obwohl Fergie, wie sie immer noch von britischen Öffentlichkeit gerne genannt wird, streng genommen nichts illegales getan hat. Sie wird nun aber bezichtigt, «moralisch korrupt» zu sein, zumal Andrew erwiesenermassen nichts von den dubiosen Versprechungen wusste, die seine Exfrau in seinem Namen machte. Einmal mehr dürfte auch die Queen «not amused» sein.

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