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Supermarkt-EröffnungPrinzessin preist abgelaufenes Essen an

In Kopenhagen gibt es den weltweit ersten Supermarkt, der abgelaufene Lebensmittel verkauft. Prinzessin Marie höchstselbst war bei der Eröffnung dabei.

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Es kommt nicht oft vor, dass ein Mitglied einer Königsfamilie an der Eröffnung eines Lebensmittelladens teilnimmt. Doch genau das war am Montag in Kopenhagen der Fall: Prinzessin Marie zu Dänemark eröffnete zusammen mit Umweltministerin Eva Kjer Hansen den ersten Wefood-Laden. Das Besondere an diesem Supermarkt ist, dass er ausschliesslich abgelaufene Lebensmittel oder solche mit beschädigter Verpackung verkauft.

Hinter dem Projekt steht die Nichtregierungsorganisation Folkekirkens Nødhjælp. Die Kunden erhalten die Produkte zu einem günstigen Preis. Aber: Wefood sei nicht nur für Menschen gedacht, die sparen wollten, sagt Projektleiter Per Bjerre zu «The Local Denmark»: «Sondern für alle, die sich über die Lebensmittelverschwendung Gedanken machen.»

Erlös fliesst in wohltätige Zwecke

Und so funktioniert Wefood: Die Ladenbetreiber erhalten von Føtex, einer der grössten Supermarktketten des Landes, kostenlos abgelaufene oder beschädigte Lebensmittel. Ähnliche Vereinbarungen haben die Wefood-Leute mit Importeuren von Zitrusfrüchten, mit Metzgern und einem Hersteller von biologischen Riegeln. Freiwillige holen die Produkte jeweils bei den verschiedenen Betrieben ab.

Der Erlös aus dem Verkauf der Waren fliesst dann in wohltätige Projekte – vor allem in Länder, in denen die Menschen unter Hunger leiden. Laut «Independent» werfen die Dänen jedes Jahr etwa 700'000 Tonnen Nahrungsmittel weg.

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