Buchs SG: Privater geht mit Verbotstafel gegen Poser vor

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Buchs SGPrivater geht mit Verbotstafel gegen Poser vor

Ein Unbekannter platzierte in der Bahnhofstrasse in Buchs SG ein Verbotsschild für Autoposer. Am Dienstag wurde es von der Polizei entfernt. Das Problem mit Autoposern ist indes bekannt.

von
Adriel Monostori
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Dieses Schild wurde von Unbekannten an der Bahnhofstrasse in Buchs SG angebracht.

Dieses Schild wurde von Unbekannten an der Bahnhofstrasse in Buchs SG angebracht.

Privat
Es wurde am Dienstag von der Kantonspolizei St. Gallen wieder entfernt.

Es wurde am Dienstag von der Kantonspolizei St. Gallen wieder entfernt.

Facebook/Privat
Die Bahnhofstrasse in Buchs SG sei eine bekannte Strecke für Autoposer aus der Region.

Die Bahnhofstrasse in Buchs SG sei eine bekannte Strecke für Autoposer aus der Region.

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Darum gehts

  • In Buchs SG wurde von einem Unbekannten ein Verbotsschild für Autoposer aufgehängt.
  • Das Schild wurde von der Kapo SG wieder entfernt.
  • Die Stadt Buchs weiss um das Problem.
  • Man setzt auf Polizeikontrollen.

Ein Mitglied einer regionalen Facebook-Gruppe postete Anfang Woche ein Bild, das es an der Bahnhofstrasse in Buchs SG schoss. Auf dem Bild ist ein Verbotsschild zu sehen mit der Aufschrift «Autoposer». Das Schild sorgte auf Facebook für viel Aufregung.

Eines wird dabei klar: Dass das Schild dort steht, kommt nicht von ungefähr. «Es geht um Anstand und Respekt gegenüber den Mitmenschen», schreibt eine Anwohnerin via Facebook. Autofans dagegen wehren sich. «Das ist doch lächerlich! Ich verstehe, dass es in der Nacht Leute stört, aber ob ich jetzt am Tag ein bisschen Gas gebe und das Auto ein bisschen lauter ist, ist doch egal», heisst es etwa.

Schild wurde von Privatperson aufgestellt

Die Kantonspolizei St. Gallen entfernte das Schild am Dienstag. «Ein Verbotsschild mit der Aufschrift Autoposer existiert nicht im Schweizer Katalog für Verkehrsschilder», erklärt Florian Schneider, Polizeisprecher der Kapo SG. Bevor ein Schild aufgehängt werden dürfe, müsse es zuerst durch die zuständigen Behörden verfügt werden. Das sei hier nicht der Fall gewesen. «Wir haben aber durchaus Verständnis für die unbekannte Person, die es aufgehängt hat», so Schneider. Für Anwohner seien Autoposer aufgrund der Lautstärke ein nerviges Übel.

Privatpersonen würden immer häufiger versuchen, selbst den Verkehr zu regeln. Das wohl Häufigste laut Schneider: «In Wohnquartieren werden oft 30er-Tafeln aufgehängt, um dort den Verkehr zu beruhigen.» Auch das sei gesetzlich verboten. «Wer ein Verkehrssignale oder Markierungen ohne eine Behördliche Ermächtigung installiert, wird von der Polizei angezeigt», erklärt der Polizeisprecher. Man müsse mit einer Geldstrafe rechnen.

Autoposer sind ein bekanntes Problem

Gerade an Orten mit hohem Fussgängeraufkommen würden Autoposer ihre Fahrzeuge präsentieren. Gemäss Schneider habe aber nicht nur Buchs ein Problem mit Autoposern. Das Phänomen sei im ganzen Kanton zu beobachten. Aus diesem Grund würde die Polizei vermehrt am Wochenende Kontrollen durchführen, unter anderem auch am Bahnhof Buchs.

Man wisse um die Problematik der Autoposer – und diese herrsche nicht nur an der Bahnhofstrasse, sagt Beat Wildhaber, Leiter Bau und Infrastruktur der Stadt Buchs. Man setze weiterhin, wie bereits ab Frühling 2020, auf vermehrte Kontrollen der Polizei.

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