05.06.2014 08:38

Verhinderte Eltern

Privater Stress legt Spermien lahm

Wer unter Anspannung steht, leidet meist. Das unangenehme Gefühl hat auch langfristig Folgen. Denn bei Männern lässt die Qualität von Spermien nach.

von
fee
Wer Kinder will, sollte mit seinem Partner in Frieden leben.

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Wenn es mit dem Nachwuchskriegen nicht so richtig klappen will, sollten die verhinderten Eltern vielleicht einen Gang runterschalten - vor allem die Männer. Denn es besteht ein Zusammenhang zwischen belastenden Ereignissen und der Beweglichkeit, Form und Konzentration von Spermien. Das berichten Forscher im «Journal Fertility and Sterility».

Für seine Studie hatte das Team um Pam Factor-Litvak von der Columbia University Mailman School of Public Health im US-Bundesstaat New York die Samen von 193 Männern im Alter von 38 bis 49 Jahren untersucht. Auch mussten die Studienteilnehmer Angaben über Ereignisse in ihrem Leben machen, die Stress verursachten und erklären, wie gestresst sie sich fühlten.

Stress ist nicht gleich Stress

Dabei fanden die Forscher einen Zusammenhang zwischen privatem Stress und der Samenqualität. «Männer, die sich gestresst fühlen, haben einerseits eine niedrigere Konzentration von Spermien im Ejakulat», so Factor-Litvak in einer Mitteilung. Zudem seien die Spermien unförmig und bewegten sich schlechter. Das könnte zu Fruchtbarkeitsstörungen führen. Eine hohe Belastung bei der Arbeit hatte hingegen keine Auswirkungen auf die Spermien.

Mögliche Gründe für die unerwünschten Nebenwirkungen sehen die Forscher im sogenannten oxidativen Stress, einem gestörten Gleichgewicht zwischen der Bildung und dem Abbau von freien Radikalen. Ausserdem können auch die Hormone Glucocorticoide, die durch hohe Belastungen vermehrt ausgeschüttet werden, Einfluss auf die Produktion von Spermien haben. Die genaue Ursache müssen weitere Studien klären.

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