Privatmann zahlte 350 000 Franken
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Privatmann zahlte 350 000 Franken

Die Finanzierung des geplanten Berner Bärenparks ist gesichert. Die fehlende Summe wurde offenbar von einem Privatmann hingelegt. Nach intensiver Sponsorensuche sind die nötigen 9,7 Mio. Franken beisammen.

Der Bärenpark soll ab 2009 das Berner Wahrzeichen, den Bärengraben, ergänzen und den Tieren ein artgerechtes Zuhause bieten. Am Aarehang, südlich der Nydeggbrücke, haben sie künftig Auslauf auf 6500 Quadratmetern in einer mit Bäumen, Sträuchern und Wiesen gestalteten Landschaft.

Die Besucher erhalten von der bisherigen Terrasse beim Bärengraben und vom Uferweg entlang der Aare Einsicht in das Gelände.

Turbulenzen überstanden

Das Projekt hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich und stand 2005 auf Messers Schneide. Damals stellte sich plötzlich heraus, dass der Bärenpark doppelt so teuer zu stehen kommen würde wie geplant. Grund dafür waren mangelhafte Kostenberechnungen.

Das Projekt Bärenpark wurde daraufhin redimensioniert und die Suche nach Sponsoren intensiviert. Die damals neue Gemeinderätin Hayoz versprach, sich tatkräftig für den Park ins Zeug zu legen. Tatsächlich fanden sich gewichtige Berner Unternehmungen und Institutionen, die namhafte Beiträge sprachen.

Aufgerufen waren aber auch alle Bernerinnen und Berner, ihre Sympathie für den Bärenpark zu bekunden. So wurde etwa mit einem Sponsorenlauf Geld für den Park gesammelt. Der letzte fehlende Betrag von 350 000 Franken stammt ebenfalls von einem Privatmann.

Hayoz freute sich am Donnerstag, dass es «in dieser Stadt noch möglich ist, etwas zu bewirken und zu bewegen, das breit abgestützte Zukunft signalisiert.»

Weitere Schritte

Im vergangenen Juni segneten die Stimmberechtigten der Stadt Bern die Überbauungsordnung mit 88 Prozent Ja-Stimmen ab.

Sobald die Baubewilligung vorliegt, kann der Spatenstich erfolgen. Die Bauzeit beträgt rund ein Jahr, die aarenahen Teile der Anlage können wegen des Wasserstands jedoch nur im Winter gebaut werden. Vor dem Einzug der Bären müssen zudem Bäume, Stäucher und Gräser genügend Zeit erhalten, um sich auf dem Areal zu etablieren.

Zeitlich sei das Projekt auf Kurs, betonte Gemeinderätin Barbara Hayoz. Sie rechnet damit, dass der Park 2009 wie geplant eröffnet werden kann. (sda)

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