Pro Natura will Wäldchen beim Hallenstadion retten
Aktualisiert

Pro Natura will Wäldchen beim Hallenstadion retten

Rund 4600 Quadratmeter Wald sollen neben dem Zürcher Hallenstadion gerodet werden. Der Kanton hatte ein entsprechendes Gesuch der Stadt bewilligt.

Pro Natura hat gegen einen Entscheid der Zürcher Volkswirtschaftsdirektion Rekurs erhoben.

Das Hallenstadion wird in den kommenden Monaten innen umgebaut und aussen renoviert. Die Stadt Zürich forderte deshalb die weit gehende Rodung des neben dem Gebäude wachsenden Wäldchens. Diese Rodung verletzte das eidgenössische Waldgesetz und sei ein grober Tabubruch, begründete Pro Natura am Montag ihren Rekurs.

Die Rodung habe nur zum Zweck, Manövrier- und Abstellfläche hinter dem Hallenstadion zu schaffen, schreibt Pro Natura weiter. Sie wirft der Stadt und dem Kanton vor, den Weg des geringsten Widerstands gewählt zu haben. Das Wäldchen zwischen Siewerdtstrasse und dem Damm der Bahnlinie Oerlikon-Wallisellen habe als einzige grüne Lunge im weiten Umkreis aber grosse Bedeutung.

Die Stadt wolle Raum schaffen für diverse Bedürfnisse. Es gebe aber viele Tätigkeiten rund um Veranstaltungen im Hallenstadion, die ohne Schaden im weiteren Umfeld befriedigt werden könnten. Dazu gehört laut Pro Natura unter anderem die Zusammenarbeit mit der neben dem Hallenstadion stehenden Messe Zürich.

Die Umweltorganisation möchte mit dem Rekurs das Denken bei der Stadt Zürich fördern und die Naturzerstörung als einfachste und billigste Lösung abwenden, wie sie schreibt. Sie stehe jedoch für das Hallenstadion ein und wolle helfen, kreative Lösungen zur Behebung des Mangels an Aussenraum zu finden.

(sda)

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