Problem Alkohol: EVP fordert Verbot von Flatrate-Partys
Aktualisiert

Problem Alkohol: EVP fordert Verbot von Flatrate-Partys

Low-Price- und All-you-can-drink-Feten, die Jugendliche zu Alkoholexzessen animieren, haben auch in der Schweiz Einzug gehalten und beunruhigen Politiker und Fachleute. In Bern fordert die EVP bereits ein Verbot.

In Deutschland forderten sie bereits Todesopfer – nun kommen die berüchtigten All-you-can-drink-Partys, an denen die Gäste mit dem Eintrittspreis gleichzeitig eine Lizenz zum unbegrenzten Bechern erwerben, auch in die Schweiz. So konnten sich Partygängerinnen an einem Fest im Berner Art'Café für 30 Franken volllaufen lassen.

Für ihre männlichen Begleiter kostete der Saufpass einen Zehner mehr. In Winterthur stieg kürzlich ebenfalls eine All-you-can-drink-Party. Auch Billigpreis-Events wie die Fünfliber-Feten sind ein Renner. «Der Kanton Bern darf nicht zuwarten, bis es zu Todesfällen kommt», reagiert jetzt Grossrat und Alkoholexperte Ruedi Löffel auf den Trend. Er und die EVP rufen den Kanton dazu auf, solche Sausen zu verbieten.

Die Partei geht im Jugendschutz noch weiter: Um auch spontanen Privatgelagen einen Riegel zu schieben, fordert die EVP wieder ein Alkoholverkaufsverbot an Tankstellenshops. «Gerade diese begünstigen durch die verlängerten Öffnungszeiten und die mangelhafte Einhaltung der Jugendschutzvorschriften Alkoholexzesse von Jugendlichen», so Löffel.

Sabrina Müller

Deine Meinung