Aktualisiert 07.12.2008 17:44

TessinProbleme bei Tessiner Justizbehörden

Der Tessiner Justizminister Luigi Pedrazzini anerkennt, dass es innerhalb der Tessiner Justizbehörden Probleme gibt. Auslöser ist die Affäre um den vorübergehend verhafteten CVP- Grossrat und Anwalt Yasar Ravi.

«Wir wissen, dass es ein Problem bei der Staatsanwaltschaft gibt und wir werden das Problem angehen», sagte der CVP-Staatsrat gegenüber der Tessiner Wochenzeigung «Il Caffé» im Zusammenhang mit der Verhaftung von Yasar Ravi.

Dieser war vom Staatsanwalt Arturo Garzoni des Betrugs, der Anstiftung zu Falschaussagen und der Urkundenfälschung angeklagt und am Donnerstagabend verhaftet worden. Untersuchungsrichter Edy Meli ordnete weniger als 24 Stunden später seine Freilassung an.

«Mehr Macht für den Generalstaatsanwalt»

Einzig am Vorwurf der Urkundenfälschung hält der Untersuchungsrichter fest. Es geht um einen Immobilienverkauf, bei dem teilweise Schwarzgeld geflossen sein soll.

Die Staatsanwaltschaft müsse hierarchischer organisiert werden, sagte Pedrazzini der Zeitung weiter. Der Generalstaatsanwalt müsse mehr Macht erhalten und Instrumente, um die Arbeit der anderen Staatsanwälte besser überprüfen zu können.

(sda)

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