Problemfall Ronaldinho
Aktualisiert

Problemfall Ronaldinho

Der brasilianische Superstar Ronaldinho sinkt bei Barcelona immer tiefer. Am Wochenende sass er nicht einmal auf der Bank. Gross aufspielen soll er dagegen im katalanischen Nachtleben.

Schon dreimal wurde Ronaldinho diese Saison bereits ausgewechselt. Beim Spitzenspiel vom Samstag gegen Sevilla (2:1) sass der Brasilianer nicht einmal mehr auf der Bank. Gründe dafür seien seine schwache Form und vor allem seine nächtelangen Feiern. Dem 27-Jährigen wird gemäss spanischen Zeitungen vorgeworfen, dass er zuletzt öfters im Nachtleben von Barcelona anzutreffen gewesen sei. Eingeschriebene Barça-Mitglieder aus Ronaldinhos Wohnort Castelldefels haben beim Verein Meldung erstattet. Roberto de Assis - Ronaldinhos Bruder und Berater - schickte diese Meldungen ins Märchenland: «Ich habe einige absurde Geschichten zu seinem Nachtleben gehört.»

Am Samstag war der Offensivspieler offiziell verletzt. Die Fans glauben aber mehr zu wissen. Ronaldinho habe sich der Schmach der Ersatzbank und allfälligen Pfiffen der Anhänger entziehen wollen.

«Zukunft in Gefahr»

«Barça fürchtet, Ronaldinho könnte seine Karriere zum Fenster hinauswerfen», schrieb die spanische Zeitung «Sport». Die Zukunft des zum Problemfall gewordenen Superstars sei in Gefahr. Tatsächlich ist der Ballartist seit der WM 2006 nur noch ein Schatten seiner selbst. Nach dem enttäuschenden Auftritt in Deutschland fand der 27-Jährige seine Form nicht mehr und verpasste diverse Trainingseinheiten - angeblich weil er Schonung brauchte. Auch diese Saison überzeugt Ronaldinho trotz gesteigertem Einsatzwillen noch nicht. Ein Mitglied des Trainerstabs meinte trocken: «Er kommt einfach an den Gegenspielern nicht mehr vorbei.»

Kampagne gegen Ronaldinho?

Wie die «Sun» berichtet, soll Ronaldinho seinen Bruder Roberto de Assis gebeten haben, sich mit Chelsea in Kontakt zu setzen. Er soll eine Kampagne gegen ihn in Barcelona verspüren. Bei Chelsea ist das Interesse nach der jüngsten Niederlage gegen ManU sicherlich vorhanden. Letzten Monat bot Roman Abramowitsch rund 120 Millionen Franken für den Brasilianer.

(fox)

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