Luzern: Problemquartier wird zur Ausgangsmeile
Aktualisiert

LuzernProblemquartier wird zur Ausgangsmeile

Die Baselstrasse in Luzern mausert sich vom Ghetto zur trendigen Ausgangsmeile. Bald eröffnet erneut ein Kulturlokal – und es kommen weitere dazu.

von
Matthias Giordano
Sascha Welz vor seiner Gewerbehalle an der Baselstrasse. (Bild: mgi)

Sascha Welz vor seiner Gewerbehalle an der Baselstrasse. (Bild: mgi)

Hoher Ausländeranteil, Polizeirazzien, Drogen und Gewalt: Die Luzerner Baselstrasse hatte in den letzten Jahren einen schlechten Ruf. Doch nun scheint die Wende in Sicht: In der Problemzone der Stadt schiessen die Lokale in den letzten Monaten fast wie Pilze aus dem Boden. Jüngstes Beispiel ist die Kulturbar Ulkulturum, die in den nächsten Tagen eröffnet.

Bereits seit zweieinhalb Jahren ist Sascha Welz mit seiner Gewerbehalle an der Baselstrasse. Er bestätigt den Trend: «Es kommen immer mehr Nachtschwärmer regelmässig in dieses Quartier.» Im Sommer will er deshalb neben der Gewerbehalle gleich noch eine weitere Bar mit ähnlichem Konzept eröffnen. Den Standort Baselstrasse habe er sich bewusst ausgesucht: «Die Stras­se erinnert an eine Grossstadt – und hier läuft eben am meisten.»

Auch der Holländer Harm Wolf hat das grosse Potenzial der Baselstrasse erkannt. Gemeinsam mit seiner Frau verwandelte er unlängst das ehemalige Cityhotel in ein gemütliches Restaurant und das ehemalige Sexkino Madeleine gleich nebenan in eine stilvolle Bar, in der auch kleinere Konzerte stattfinden.

Quartiervereinspräsident Riva Guerino zeigt sich erfreut: «Ich hoffe, dass sich der Trend fortsetzt.»

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