Südkorea: Professor schikaniert Ex-Studenten mit Fäkalien
Aktualisiert

SüdkoreaProfessor schikaniert Ex-Studenten mit Fäkalien

16 Mal soll ein Mann von seinem ehemaligen Lehrer gezwungen worden sein, dessen Exkremente zu essen. Das war nur ein Teil der Misshandlungen.

Die Polizei schritt im Fall des misshandelten Ex-Studenten ein und nahm mehrere Personen fest (Symbolbild, Quelle: Wikipedia)

Die Polizei schritt im Fall des misshandelten Ex-Studenten ein und nahm mehrere Personen fest (Symbolbild, Quelle: Wikipedia)

Der mutmassliche Missbrauch des «modernen Sklaven» habe 2013 begonnen, teitlen die Behörden mit. Damals habe der ehemalige Student als Angestellter in einer gemeinnützigen Organisation des Professors gearbeitet. Er habe das alles in der Hoffnung geduldet, ihm werde geholfen, selbst Professor zu werden.

Der Professor und seine Angestellten – ebenfalls ehemalige Studenten – hätten das Opfer mutmasslich mit einem Baseballschläger und anderen Waffen malträtiert, teilte die Polizei mit. Sie hätten zudem Plastiktüten mit Pfefferspray gefüllt und dann über den Kopf des Opfers gestülpt.

Verachtung als Misshandlungsgrund

Die Verdächtigen hätten ihn 16 Mal gezwungen deren Exkremente zu essen und ihren Urin aus Plastikflaschen zu trinken. Darüber hinaus habe der Professor den Mann angehalten, in einem Restaurant zu arbeiten und seinen Lohn bei ihm abzuliefern. Die Verdächtigen hätten das damit begründet, dass ihr Opfer professionelle Fehler begangen habe und eine «armselige Persönlichkeit» sei.

Die Behörden, die keine Namen herausgaben, wurden auf den Fall nach dem Tipp eines Angestellten aus dem Restaurant aufmerksam. Die Polizei nahm daraufhin drei Verdächtige fest.

Die Organisation des Professors veröffentlicht akademische Zeitschriften und ist Gastgeber von Foren, die sich mit Design beschäftigen. In der Vergangenheit hatten Lehrer in Südkorea ihre Schüler häufig mit körperlicher Gewalt bestraft, um sie zu disziplinieren. Allerdings ist diese Praxis seit einigen Jahren verpönt. (sda)

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