Hooligans: Profiteure sollen Sicherheitskosten zahlen
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HooligansProfiteure sollen Sicherheitskosten zahlen

Der Kanton Bern will sich dafür einsetzen, dass nach Ausschreitungen bei Sportveranstaltungen die direkt und indirekt Verantwortlichen zur Kasse gebeten werden.

Der Regierungsrat empfiehlt einen entsprechenden Vorstoss zur Annahme. Er befürworte in solchen Fällen das Verursacherprinzip, teilte der Regierungsrat den Vorstössern aus den Reihen der EVP mit. Diese verlangen, dass der Kanton bei Sportveranstaltungen keine zusätzlichen Steuergelder aufwendet und die Kosten möglichst verursachergerecht weiterverrechnet.

Allerdings gibt der Regierungsrat in seiner am Dienstag publizierten Antwort auch zu bedenken, dass primär einige wenige Personen mit ihrem aggressiven Verhalten die hohen Sicherheitskosten auslösen. Das Problem sei, dass diese kleine Gruppe von Hooligans die hohen Kosten nicht selber tragen könne.

Steuerzahler nicht belasten

Darum müssten die Kosten zum grössten Teil von jenen getragen werden, die direkt oder indirekt vom sportlichen oder volkswirtschaftlichen Nutzen der Sportveranstaltungen profitierten, also Sportverbände, Clubs, Stadionbetreiber oder die Besucher.

Unbeteiligte Steuerzahler sollen durch die stark ansteigenden Sicherheitskosten bei Sportveranstaltungen nicht übermässig belastet werden.

Die Regierung will sich deshalb zusammen mit anderen Akteuren für die Erarbeitung entsprechender Massnahmen für eine möglichst verursachergerechte Weiterverrechnung einsetzen.

(sda)

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