Technische Probleme – Programmierfehler führt zu weltweitem E-Mail-Ausfall
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Technische ProblemeProgrammierfehler führt zu weltweitem E-Mail-Ausfall

Wurde eine E-Mail, die du in den letzten Tagen verschickt hast, einfach nicht zugestellt? Grund könnte der Jahreswechsel gewesen sein.

von
Dominique Zeier
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Zum Jahresbeginn sind weltweit Mailserver ausgefallen.

Zum Jahresbeginn sind weltweit Mailserver ausgefallen.

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Betroffen waren Server, die auf Microsoft Exchange laufen.

Betroffen waren Server, die auf Microsoft Exchange laufen.

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Dahinter steckt ein Programmierfehler.

Dahinter steckt ein Programmierfehler.

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Darum gehts

  • Mit dem Jahreswechsel fielen plötzlich weltweit Mailserver aus.

  • Grund war tatsächlich die Umstellung von 2021 auf 2022.

  • Denn durch einen Programmierfehler konnten die Mailserver diese Umstellung nicht handhaben.

  • Microsoft hat mittlerweile eine Lösung für das Problem veröffentlicht.

Genau zum Zeitpunkt, als der Kalender von 2021 auf 2022 umgestellt hat, sind weltweit unzählige Mailserver ausgefallen. Betroffen waren jene Server, die auf Microsoft Exchange laufen. In der Folge konnten E-Mails plötzlich nicht mehr zugestellt werden und Administratorinnen und Administratoren wurde die Fehlermeldung «Can't Convert '2201010001' to long» angezeigt. Nun ist klar, dass dahinter ein simpler Fehler in der Programmierung steckt.

So hat Microsoft mittlerweile mitgeteilt, dass das Problem bei der Malware-Scan-Engine, die für die Überprüfung von E-Mails auf Schadsoftware eingesetzt wird, aufgetreten ist, wie Stern.de berichtet. Dabei sei allerdings nicht die Bekämpfung von Schadsoftware direkt betroffen gewesen, viel eher sei es zu einem Fehler bei der Datumsüberprüfung gekommen, die durch den Jahreswechsel entstanden sei. «Es handelt sich nicht um ein Problem beim Malware-Scanning oder der Malware-Engine und es ist kein sicherheitsrelevantes Problem. Die Versionsprüfung der Signaturdatei führt zu einem Absturz der Malware-Engine, was dazu führt, dass die Nachrichten in den Warteschlangen stecken bleiben», heisst es vonseiten des Unternehmens.

Erinnerungen an Y2K

Dies sei durch einen Programmierfehler entstanden. So sei laut dem IT-Experten Joseph Roosen auf Twitter ein falscher Datentyp für die Versionsnummer der neuen Signatur zum Jahresstart verwendet worden. Diese könne höchstens einen Wert von 231 – also 2.147.483.647 – annehmen. Der neue Wert lautet allerdings 2.201.010.001, was nicht angezeigt werden konnte. Mittlerweile hat Microsoft eine Lösung für das Problem veröffentlicht.

Das Malheur erinnert an die Sorgen um den sogenannten Millennium - oder Y2K-Bug. Damals befürchteten IT-Expertinnen und -Experten, dass es mit dem Wechsel von 1999 zum Jahr 2000 zu einem Ausfall aller möglichen technischen Geräte kommen würde. Grund dafür war, dass viele ältere Programme eine zweistellige Zahl für die Jahresangabe verwendeten. Die Sorge war, dass der Sprung von 99 auf 00 zum Versagen der Programme führen könnte. Da man sich aber in ausreichendem Masse auf diese Umstellung vorbereitet hatte, kam es schliesslich nicht zum befürchteten Fiasko.

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