Aktualisiert 14.08.2005 22:16

Promi-Liebeleien: Die Hälfte davon ist ein reiner PR-Gag

Wenn Stars öffentlich rumknutschen, hat dies nur selten mit Liebe zu tun: Bei der Hälfte der turtelnden
Hollywood-Paare steckt eiskalte PR dahinter.

Die Liste der Promi-Paare, deren Liaison verdächtig nach inszenierter PR stinkt, ist lang: Sie reicht vom Fast-Ehepaar Jennifer Lopez und Ben Affleck – alias «Bennifer» – über die wilde Affäre von Britney Spears und Colin Farrell bis hin zum derzeit wohl meistbeachteten Hollywood-Duo Tom Cruise und Katie Holmes. Die beiden machten ihre Liebelei exakt in dem Moment öffentlich, als Cruise mit «War of the Worlds» und Holmes mit «Batman Begins» in den Kinos waren.

Zufall? Nein. Promi-PR-Experte Ferris Bühler ist überzeugt: «Über 50 Prozent der Hollywood-Beziehungen sind ein PR-Gag. Meist steckt, wie bei Cruise und Holmes, eine ganze PR-Maschinerie dahinter.»

Die Hollywood-Stars wissen genau: Ohne PR läuft nichts. Ein neuer Film oder ein neues Album reichen schon lange nicht mehr aus, um in der Klatschpresse erwähnt zu werden. «Der Promi muss den Boulevard-Blättern auch Soft-News liefern, sonst werden sein Film oder seine CD gar nicht erst diskutiert», erklärt Bühler. Die Liebeleien werden daher eiskalt von PR-Agenten – oftmals bezahlt vom Filmverleih oder der Plattenfirma – inszeniert, um Journalisten zu ködern. «Die PR-Agenten bezahlen gar Fotografen, damit diese angebliche Paparazzi-Bilder vom Promi-Paar schiessen», verrät Bühler.

Nicht hinter jeder Affäre steckt jedoch Kalkül; es gibt Grenzfälle. Ein Beispiel ist die On-and-Off-Beziehung von Pamela Anderson und Tommy Lee. «Die beiden haben eine Zwangsgemeinschaft. Ihre jüngste Wiedervereinigung ist wohl ein Mix aus wahrer Liebe und PR», tippt Bühler.

(rig/dav)

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