Skandalbild um totes Ross: Prominenter Pferdetrainer telefoniert auf totem Tier – Briten sind in Rage
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Skandalbild um totes RossProminenter Pferdetrainer telefoniert auf totem Tier – Briten sind in Rage

Ein Pferdetrainer sitzt auf einem toten Tier und telefoniert – dieses Bild ist für die britische Rennpferdgemeinde völlig unerträglich – auch wenn der Mann zu den besten der Zunft gehört.

Der irische Pferdetrainer Gordon Elliott ist in der Welt des Pferderennens eine Legende. Seine Karriere dürfte aber nun ruiniert sein, nachdem sich am 27. Februar 2021 dieses Foto auf den sozialen Medien verbreitete.

Der irische Pferdetrainer Gordon Elliott ist in der Welt des Pferderennens eine Legende. Seine Karriere dürfte aber nun ruiniert sein, nachdem sich am 27. Februar 2021 dieses Foto auf den sozialen Medien verbreitete.

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Darum gehts

  • Der Ire Gordon Elliott hat einen Namen in der Welt des Pferderennens.

  • Von ihm trainierte Pferde haben dreimal das berühmte Rennen Grand National in Aintree gewonnen.

  • Doch ein Bild, das ihn sitzend auf einem toten Tier zeigt, dürfte nun seine Karriere ruiniert haben.

Ein Tweet mit dem Bild eines toten Pferdes hat den irischen Erfolgstrainer Gordon Elliott die Zulassung für Pferderennen in Grossbritannien gekostet. Das Foto sei zwar schon älter, aber echt, räumte Elliott am Montag in einem längeren Tweet ein. Das tue ihm leid.

Auf dem Foto ist zu sehen, wie Elliott auf einem toten Pferd sitzt, mit dem Handy telefoniert und zwei gespreizte Finger zeigt. Das sorgte für einen Entrüstungssturm. Auf Change.org wurde sofort eine Petition lanciert, um Elliott aus sämtlichen Pferderennen zu verbannen.

Einer von Elliotts wichtigsten Arbeitgebern, der Rennstall Cheveley Park Stud, äusserte sich entsetzt. Das Wettbüro Betfair warf den Trainer als Werbebotschafter hinaus, weil er gegen die Werte des Unternehmens verstossen habe. Die britische Behörde für Pferderennen nannte das Bild haarsträubend und verbot von Elliott trainierten Pferden fürs Erste die Teilnahme an Rennen. Die irische Pferderennbehörde kündigte eine Untersuchung an.

Es sei nicht so, wie es auf dem Foto aussehe, meint Elliott

Elliott beteuerte, er habe auf dem Foto nicht posiert. Das Pferd sei vor einiger Zeit bei einem Galopp mit einem tödlichen Herzanfall zusammengebrochen. Er habe beim Abtransport helfen wollen und sich über den Kadaver gestellt, als plötzlich sein Mobiltelefon geklingelt habe. Beim Telefonieren habe er sich ohne nachzudenken auf das tote Pferd gesetzt und als ihn jemand angesprochen habe, diesen mit einer Geste zum Schweigen aufgefordert. Genau in dem Augenblick sei das Foto entstanden.

Von Elliot trainierte Pferde haben dreimal das berühmte Rennen Grand National in Aintree gewonnen. Das von ihm betreute Rennpferd Tiger Roll könnte in diesem Jahr das Rennen sogar zum dritten Mal in Folge gewinnen. Besitzer Michael O’Leary war einer der wenigen, die Elliot verteidigten. Das Foto sei bedauerlich, aber letztlich nur eine falsche Augenblicksentscheidung, sagte der Chef der Billigfluglinie Ryan Air. Aus 15 Jahren Erfahrung wisse er, welche Fürsorge und Aufmerksamkeit Elliott den Pferden seines Rennstalls widme.

(AFP/kle)

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