Aktualisiert 11.11.2011 10:32

Fashion Days

Promis feierten - doch der Stargast enttäuschte

Wenn Cavalli kommt, sind sie alle da. Leider hat der italienische Star-Designer sich an den Afterpartys der Fashion Days aber dann doch nicht wirklich blicken lassen.

von
ask/cap

Haufenweise Models, Cüpli und Promis - und eine kleine Enttäuschung: Mit Pauken und Trompeten ging am Donnerstagabend ein fulminanter zweiter Fashion Days-Tag über die Bühne. Der unumstrittene Stargast des Abends war dabei Roberto Cavalli, welcher eine Auswahl aus seiner Zweitlinie präsentierte und auf dem Catwalk mit Charme und Italo-Akzent punktete. Manch ein Gast meinte nach Cavallis Auftritt etwa: «Dieser kleine Italiener ist tatsächlich ein grosser Mann.» Nach der Show wurde im Zelt nebenan und im Zürcher Nobelhotel Park Hyatt gleich zweimal angestossen - wobei die Gäste grösstenteils sich selbst zelebrierten. Aber das gehört bei solchen Veranstaltungen wohl einfach dazu.

Die inoffizielle Afterparty zur Catwalk-Show fand ab 23 Uhr im Zürcher Nobelhotel Hyatt statt. Eine Handvoll geladener Gäste wussten, dass Cavalli in eben jenem Hotel nächtigen würde und die Chance drum wohl grösser sei, den Altmeister in der Bar der Luxus-Herberge anzutreffen, als im Party-Zelt neben dem Puls 5, wo die Fashion Days selber stattfinden. Umso enttäuschter waren die nach und nach eintrudelnden Gäste, als es hiess, dass Cavalli zwar in der Hyatt-Bar gewesen sei - allerdings bloss zu Beginn der Veranstaltung (als die meisten Leute noch im Puls 5 - oder im Auto - waren) und dies denn auch bloss für eine knappe Minute. So schlenderte der Signore zur einen Tür rein, winkte majestätisch dem Barpersonal und dem knappen Dutzend Gäste zu, die von Anfang an im Hyatt gewartet hatten, nahm sich eine Crevette und ging zur anderen Tür wieder raus.

Cavalli ass und ging schlafen

Danach machte sich der Star-Designer, der mit dem Kurzauftritt wohl einfach seine Vertragsbedingungen erfüllt hatte, einen gemütlichen Abend, nahm im Hyatt-Restaurant einen Snack zu sich - abgeschottet und zufrieden. Immerhin wussten die anweseneden Promis sich irgendwann selbst zu helfen und begannen auch ohne dem Stargast die Vorzüge der Gratis-Bar auszuschöpfen. Neben Rapper Stress, Moderatoren wie Jubaira Bachmann oder Max Loong, Models wie Ronja Furrer und diversen Köpfen des Zürcher Nachtadels schienen bloss jene Groupies enttäuscht, die spontan von einem angeblichen Auftauchen Cavallis gehört hatten - und sich mit langen Beinen und noch längeren Gesichtern in Reih und Glied auf den Hyatt-Sofas breit gemacht hatten, um dort die ganze Nacht lang vergeblich auf Cavalli zu warten.

Im Zelt wurde derweil Lavazza und Edel-Cüpli geschlürft, über die Show sinniert und eifrig posiert. Noch bevor die Promis ins Hyatt kamen, waren auch sie kurz im Zelt zugegen, um sich dem Blitzlichtgewitter und den Journalistenfragen zu stellen. So auch MTV-Frau Jubaira, die dabei zu Protokoll gab, dass sie die Roben des italienischen Altmeisters zwar mögen würde, grundsätzlich allerdings mehr Lagerfeld-Fan sei. Rapper Stress wirkte hingegen sichtlich desinteressiert, gähnte schon während der Catwalk-Präsentation und kam erst im Hyatt aus sich raus - den Hip-Hop bringt man eben auch mit Haute Couture nicht aus dem Lausanner raus.

Feldmann und Rappaz - Gewinner des Abends

Zum wahren Star mutierte derweil annabelle-Chefin Lisa Feldmann, die sowohl im Puls 5, als auch im Zelt und schliesslich im Hyatt ihren opulenten Pelzmantel anbehielt, geduldig Küsschen verteilte und Smalltalk erster Klasse betrieb.

Ein weiterer Gewinner war auch der Genfer Maxime Rappaz. Der 25-jährige Jungdesigner durfte den annabelle-Award entgegennehmen und wird nun während eines einjährigen Praktikums Roberto Cavalli über die Schultern gucken dürfen. «Ich habe überhaupt nicht erwartet, dass ich gewinne und bin nun gespannt, was auf mich zukommt», erzählte er sichtlich aufgeregt. Bleibt zu hoffen, dass Rappaz sich trotz Stardesigner-Chance auch in ein paar Jahren darauf besinnen wird, dass die besten Partys eben doch nicht immer in Nobelhotels stattfinden. Und das majestätische Winken gewähnt er sich am besten gar nicht erst an.

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