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Zurich Film FestivalPromis, Prosecco und Preise

Die Sieger des Zurich Film Festival stehen fest, die Schweiz heimste gleich zwei Preise ein. Für die grösste Unterhaltung sorgte wohl Maximilian Schell.

von
K. Isler/L. Sauter

Klotzen statt Kleckern schien auch bei der Award Night das Motto des Zurich Film Festivals zu sein. Eine bunte Mischung aus Filmschaffenden, internationaler und lokaler Prominenz versammelte sich am Samstagabend, den 1. Oktober 2011, als pompös die Preisträger des 7. Zurich Film Festival verkündet wurden.

Während mit Sean Penn, Alejandro González Iñárritu und Paul Haggis die Preisträger der drei Ehrenawards bereits im Voraus angekündigt wurden, sorgte die aufwendig inszenierte Verleihung im Zürcher Opernhaus der restlichen Awards im Zürcher Opernhaus für die ein oder andere Überraschung.

Schweiz, Österreich und USA räumten ab

In der Kategorie Dokumentarfilme durften sich der Schweizer Nick Brandestini mit «Darwin» und die Amerikanerin Cindy Meehl mit «Buck» über die Auszeichnung «goldenes Auge» freuen, welcher mit 20 000 Franken dotiert ist. «Vielen herzlichen Dank, ich hatte eine grossartige Zeit hier in Zürich», sagte Brandestini.

«Die Oscars sind eine Horror-Show»

Bei den Spielfilmen wurde mit «Take Shelter» von Jeff Nichols ein amerikanischer und mit «Atmen» von Karl Markovics ein österreichischer Film prämiert.

Roman Polanski am ZFF

Schweiz zum Zweiten

Weiter erhielt das norwegische Werk «Happy, Happy» den «Critic's Choice Award» des Schweizerischen Filmeverbands und «Unter Wasser atmen» von den einheimischen Filmemachern Andri Hinnen und Stefan Muggli den heiss begehrten Publikumspreis.

Der Schweizer Dokumentarfilm zeigt auf eindrückliche Weise wie sich der intelligente Protagonist nach einem schweren Motorradunfall mit unbändiger Willenskraft seinen Weg zurück ins Leben bahnt.

Für gute Stimmung im Saal sorgte Maximilian Schell. Während seiner Laudatio für Haggis verlor er sich in diversen Erzählungen und hatte das Publikum dank seiner witzigen Art sofort auf seiner Seite. Mit den Worten «Maybe thinking it's better than fucking» schloss Schell seine lange Rede ab.

Die Lieblingsfilme der Promis

Während sich die Jury um Präsident Laurence Fishburne einstimmig für einen Favorit pro Kategorie entscheiden musste, gehen die Geschmäcker der anwesenden Prominenten weit auseinander: So schwärmt etwa Fiona Hefti in den höchsten Tönen vom spanischen Drama «Hable con ella», während sich Regisseur Marc Forster vom Kriegsfilm «Apocalypse Now» inspirieren liess, selbst ins Filmgeschäft einzusteigen.

Auf Märchen hingegen steht Nadine Strittmatter: «Hero ist mein Lieblingsfilm, ich mag das märchenhafte.» Unschlüssig zeigte sich Moritz Leuenberger: «Noch kann ich nicht sagen, welcher mein Lieblingsfilm ist. Sprechen wir nach der Veranstaltung nochmals darüber.»

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