Braujahr 2013/14: Prost! Es fliesst wieder mehr Bier in der Schweiz
Aktualisiert

Braujahr 2013/14Prost! Es fliesst wieder mehr Bier in der Schweiz

Der Rückgang beim Biertrinken ist gestoppt, und es gibt so viele Schweizer Brauereien wie noch nie. Dennoch fürchtet der Brauerei-Verband das Importbier.

von
Isabel Strassheim
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Wie trinkt man Bier am umweltfreundlichsten? Das hat das Bundesamt für Umwelt untersucht.

Wie trinkt man Bier am umweltfreundlichsten? Das hat das Bundesamt für Umwelt untersucht.

N.Stohler
Das Ergebnis dürfte nicht nur Biertrinker überraschen. Denn Bier in Aludosen schneidet deutlich besser ab ...

Das Ergebnis dürfte nicht nur Biertrinker überraschen. Denn Bier in Aludosen schneidet deutlich besser ab ...

Keystone/Peter Klaunzer
... als Bier in Einweg-Glasflaschen.

... als Bier in Einweg-Glasflaschen.

Keystone/Jean-Christophe Bott

Gut 464 Millionen Liter Bier wurden in der Schweiz im Braujahr 2013/14 (von Anfang Oktober bis Ende September) getrunken. Das ist ein Plus von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit geht es wieder aufwärts für den Schweizer Brauerei-Verband. Aber: Der Marktanteil des meist günstigeren Importbiers wächst. Betrug er im Vorjahr noch 26,1 Prozent, liegt er nun bei 26,8 Prozent.

Bier wird vermehrt zuhause statt in Bars oder Restaurants getrunken. Und gerade das macht es Schweizer Brauereien schwer: «Die Bierkultur entwickelt sich, die Markenbindung ist noch nicht überall sehr ausgeprägt», erklärt Verbands-Direktor Marcel Kreber gegenüber 20 Minuten. Wie bei Wein oder anderen Produkten werde ein bestimmtes Bier zu einem speziellen Anlass gekauft. Im normalen Alltag dagegen werde eher zum günstigen Bier aus dem Discounter gegriffen. Und das kommt meistens aus dem Ausland.

So viele Brauereien wie nie

Dennoch gibt es mit 473 Brauereien in der Schweiz so viele wie noch nie. «Das ist Rekord», freut sich Kreber. «Mit jeder kleinen Brauerei, jedem, der am Wochenende sein eigenes Bier braut und an der Rampe verkauft, wächst das Bewusstsein für Bier.»

Kreber zeigt sich zuversichtlich, dass die Swissness-Bestimmungen dies nicht sogleich abwürgen. Momentan ist vorgesehen, dass Schweizer Wasser nicht als Rohstoff für Lebensmittel anerkannt ist. Weil Bier zu rund 90 Prozent aus Wasser besteht und Hopfen und Malz aus dem Ausland importiert werden müssen, dürfte auch in der Schweiz gebrautes Bier nicht als schweizerisch angepriesen werden. «Da werden wir jedoch sicher eine Lösung finden», sagt Kreber.

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