Prostituierte werden im Web von Freiern beurteilt
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Prostituierte werden im Web von Freiern beurteilt

Das horizontale Gewerbe hat das Internet als Marketinginstrument entdeckt. Auch die Kundschaft ist online – um Erfahrungen auszutauschen.

Sex und Internet haben eine lange gemeinsame Geschichte: Kaum war man technisch dazu in der Lage, Fotos online zu stellen, schossen die ersten Porno-Sites in den Cyberspace. Der harte Kern des Rotlichtmilieus mochte sich allerdings mit dem neuen Medium nicht richtig anfreunden.

Das anfängliche Unbehagen ist inzwischen jedoch verflogen; in den meisten europäischen Ländern buhlen Prostituierte auch online um die Gunst ihrer Freier. Nun gehen einige Websites noch einen Schritt weiter. Auf der englischen Site AdultWork etwa können Männer die erhaltenen Liebesdienste bewerten. Ähnlich wie bei Ebay werden die Bewertungen tabellarisch in den Kategorien «Positiv», «Neutral» und «Negativ» dargestellt.

Auch auf der deutschen Site Hamburger Modelle tauschen Freier Erfahrungen betreffend Preis und Leistungen der Liebesdienerinnen aus: «Nach zwei wunderschönen Nummern philosophierten wir dann noch über Gott und die Welt», schwärmt ein gewisser Daniel von seinem Rendezvous mit Michelle aus Darmbeck. User Rocco sorgt derweil für unfreiwillige Komik: «Als ich bei Daria anfing, etwas zu schwitzen, durfte ich mich nicht mehr aufs Bett legen, da es sonst nass würde.»

(phz)

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