Kleinbasel: Prostitution auf Strasse wird immer aggressiver
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KleinbaselProstitution auf Strasse wird immer aggressiver

Mithilfe einer Petition soll die Strassenprostitution ausserhalb der Toleranzzone verboten werden.

von
cs

Rund um die Uhr soll im Kleinbasel ausserhalb der Toleranzzonen von Prostituierten angeworben werden. Und dazu noch auf äusserst aggressive Art und Weise. Sogar von körperlichen Belästigungen ist die Rede. Das berichtet das Stadtteilsekretariat Kleinbasel am Mittwoch. Auch der freie Zugang zu den Liegenschaften im Quartier sei für Anwohner sowie für die Kundschaft der dort ansässigen Gewerbebetriebe oftmals überhaupt nicht möglich. Negative Begleiterscheinungen wie das Urinieren im Rotlichtviertel würden die Situation zusätzlich erschweren.

Die Verantwortlichen des Trägervereins gehen nun auf politischer Ebene gegen diese Missstände vor. In Form einer Petition mit dem Titel «Keine Strassenprostitution ausserhalb der Toleranzzone». Diese wurde bereits mit insgesamt 347 Unterschriften bei der Stadt eingereicht.

Gesetzliche Durchsetzung als Ziel

Laut dem Trägerverein soll die Mischnutzung im sogenannten «Klingeli» erhalten bleiben. Es dürfe aber keine zu hohe Dichte an Bordellen nahe der Toleranzzone geben. Diese würden in zu hohem Masse die Wohnqualität und das übrige hiesige Gewerbe beeinträchtigen. Wer sich aus dem Rotlicht-Gewerbe nicht an die Regeln halte, solle in Zukunft nicht mehr bewilligungsfähig werden. Dies sei laut dem Stadtteilsekretariat zwar auch gesetzlich so niedergeschrieben, jedoch nicht präzise genug, um eine Durchsetzung zu erzwingen.

Obwohl man seit 2013 mit den zuständigen Verwaltungsstellen, der Polizei und Anrainern im Austausch stehe, konnten die Probleme im Milieu nur minimal entschärft werden. Mit der nun eingereichten Petition soll der Grosse Rat nun ein Konzept ausarbeiten und umsetzen, mit dem die bestehenden gesetzlichen Regelungen bezüglich der Strassenprostitution durchgesetzt werden können.

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