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Prostitution: Luzern soll einen Strichplan erhalten

Viktor Rüegg will die Strassenprostitution in Luzern auf drei Zonen beschränken. Dazu soll beim Stadtrat eine Motion eingereicht werden.

«Es ist eindeutig Handlungsbedarf angesagt, die Zustände an der Tribschenstrasse sind unhaltbar», sagt Viktor Rüegg, Anwalt und Stadtparlamentarier für die Chance 21. «Die Strassenprostitution sollte nicht in einem so dicht bewohnten Gebiet stattfinden», so Rüegg weiter.

Der Krienser Anwalt sieht das Industriegebiet Ibach, die Güterstrasse entlang den Geleisen und der Murmattweg, der eine Sackgasse ist, als «idealere» Zonen. Nun will er dazu eine Motion ausarbeiten und diese parteiintern diskutieren, danach soll sie der Stadt vorgelegt werden. Bereits vor zwei Jahren wurde eine diesbezügliche SVP-Motion abgelehnt.

Daniel Deicher, Stabschef Sicherheitsdirektion der Stadt Luzern: «Einen Strichplan, wie er etwa in Zürich existiert, gibt es in Luzern nicht. Hier können die Prostituierten stehen, wo sie wollen.» Doch genau das ist Rüegg ein Dorn im Auge: Für die Frauen sei es unzumutbar, so ausgestellt zu sein, und für die Polizei wäre es mit einem Strichplan einfacher, sie zu kontrollieren.

(sam)

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