Protest gegen Hanfmesse hat sich in Rauch aufgelöst

Aktualisiert

Protest gegen Hanfmesse hat sich in Rauch aufgelöst

Heute beginnt die 8. CannaTrade –
ohne die üblichen lauten Proteste. Die Gegner der Berner Hanfmesse haben resigniert.

von
Lorenz Hanselmann

«Im Moment kann man gar nicht mehr machen als zuzuschauen», sagt der Berner SVP-Stadtrat Thomas Weil. Seine Forderung, die Hanfmesse CannaTrade zu verbieten, wurde vom Gemeinderat letztes Jahr abgeschmettert. Auch mit anderen Anzeigen und Vorstössen kamen die Hanfgegner nicht durch. «Eine gewisse Resignation ist nun da», so Weil. Auch die Vereinigung Eltern gegen Drogen, die an der letzten Hanfmesse mit schwarzen Pappkreuzen demonstriert hätten, würden sich heuer zurückhalten.

Wenn heute die 8. CannaTrade eröffnet wird, gibts also kaum Proteste zu hören. Laut Ben Arn vom Team CannaTrade ist die Kritik deswegen aber nicht verstummt: «Der Druck seitens der Behörden ist sogar grösser denn je.» Statt offen zu protestieren, werde einfach im Hintergrund an Repressionen gegen die Messe gearbeitet. Als Konzession an die Hanfgegner haben sich die Veranstalter nun freiwillig Regeln auferlegt: Geraucht werden darf nur noch an speziellen Smoker-Corner; Hanfpflanzen werden gar keine ausgestellt.

Weil reicht dies bei weitem nicht. Er will alles daran setzen, dass wenigstens die CannaTrade 2009 verboten wird.

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