Proteste an der Cannatrade – und Gähnen an der Amor
Aktualisiert

Proteste an der Cannatrade – und Gähnen an der Amor

Die Sünden-Messen auf dem BEA-Areal blieben bis zum Schluss umstritten.

Vor der Cannatrade protestierte am Samstag die Gruppe Eltern gegen Drogen mit schwarzen Pappkreuzen. Obwohl das Kiffen verboten sei, werde gegen die Hanfmesse zuwenig unternommen. «Die Polizei war durchgehend präsent, es gab Anzeigen und Verkehrskontrollen», sagt Organisator Mauro Berini. Mit über 15 000 Eintritten sei die Hanfmesse ein voller Erfolg gewesen. Gleich viele Besucher konnte nach Angaben des Veranstalters auch die Erotikmesse Amor verzeichnen. Einige zeigten sich in der Umfrage von 20 Minuten aber schwer enttäuscht.

Hat die Amor-Messe ihre Erwartungen erfüllt?

Florence Krebs (18), Belp

Für das weibliche Publikum wurde eindeutig zu wenig geboten. Ein paar Tänzer mehr hätten sicher nicht geschadet. Ich hätte auch eine grössere Ausstellung erwartet. Die Atmosphäre war aber angenehm locker.

Dani Müller (23), Solothurn

Für 40 Franken Eintritt hätte ich mehr erwartet. Erst drinnen habe ich erfahren, dass man für einige der Shows zusätzlich bezahlen musste. Nach einem Rundgang von rund 20 Minuten hatte ich genug gesehen.

Brigitte Aeschbacher (22), Lützelflüh

Den Eintritt fand ich ziemlich überteuert, und leider wurde zuviel Altbekanntes gezeigt. Die Stimmung an der Messe war aber gut. Mein persönliches Highlight waren die Striptease-Shows – die waren wirklich stark.

Cindy Gasser (23), Grolley

Mir hat es gefallen. Besonders gut war, dass man an uns Frauen gedacht und strippende Männer organisiert hat. Die Stimmung war unverkrampft und die Messe überhaupt nicht schmuddelig. Ich würde wieder gehen.

Patrick Rieser (26), Biberist

Die Amor hat in jeder Hinsicht enttäuscht. Der Eintrittspreis war zu hoch, und die Ausstellung war einseitig und zeigte nichts Neues. Nicht mal die Tänzerinnen haben überzeugt. Nächstes Jahr gehe ich nicht mehr.

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