Bolivien: Proteste nach Spritpreis-Verdoppelung
Aktualisiert

BolivienProteste nach Spritpreis-Verdoppelung

Knall auf Fall hat die Regierung in Bolivien den Benzinpreis von 37 auf 69 Cent pro Liter erhöht: Weil rauhe Mengen der subventionierten Kraftstoffe ins Ausland geschmuggelt worden seien.

Nocheinmal volltanken, bevor die Preiserhöhung umgesetzt ist. Ein Autofahrer in der bolivianischen Hauptstadt La Paz am 26. Dezember 2010.

Nocheinmal volltanken, bevor die Preiserhöhung umgesetzt ist. Ein Autofahrer in der bolivianischen Hauptstadt La Paz am 26. Dezember 2010.

Die Kürzung von Subventionen für Sprit hat in Bolivien am Sonntag zu Protesten geführt. Über Nacht hatten sich die Preise annähernd verdoppelt. So kostete ein Liter Benzin 69 statt 37 Cent, ein Liter Diesel sogar 73 statt etwa 37 Cent. Der Schritt sei notwendig gewesen, weil ein grosser Teil des subventionierten Treibstoffs in Nachbarländer geschmuggelt worden sei, begründete Vizepräsident Alvaro Garcia den Schritt.

Die drastische Preiserhöhung führte dazu, dass die Busfahrer einen unbefristeten Streik ankündigten. Ausserdem wollen die Lehrer demonstrieren gehen. Laut Garcia hatte die Subvention des Sprits den Staat zuletzt rund 280 Millionen Euro gekostet.

(dapd)

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