Tierquälerei: Proteststurm nach Fang von Rekord-Wels
Aktualisiert

TierquälereiProteststurm nach Fang von Rekord-Wels

Der Rekord­fang im Bodensee wirft hohe Wellen: Tierschützer beurteilen den langen Todeskampf des 2,40 Meter langen Welses als Tierquälerei.

von
Marlene Kovacs

Sportfischer Mathias Gregorig aus Vorarlberg ist mittlerweile das Lachen vergangen. Der 33-Jährige hatte im August den 2,40 m langen und 83 kg schweren Wels aus dem Bodensee gezogen. Bevor er den Rekordfang aus dem Wasser holte, musste der alte Wels einen einstündigen Todeskampf ausfechten. Schweizer Tierschützer laufen seither Sturm. «Das ist ein viel zu langes Martyrium. Die Leiden für das Tier sind dabei erheblich», so der frühere Zürcher Tieranwalt Antoine F. Goetschel. Wenn es ihm möglich wäre, würde er sofort rechtlich gegen Gregorig vorgehen. Auch Reinhold Zepf, Präsident des Thurgauischen Tierschutzverbandes, beschäftigt das Vorgehen des Vorarlbergers. «Es handelt sich bei diesem Fall klar um Tierquälerei», so Zepf. Wenn der Wels in Thurgauer Gewässern gefangen worden wäre, hätte auch er die Angelegenheit juristisch abklären lassen.

Für Gregorig sind die Vorwürfe unverständlich: «Dass mich nun einige Leute am liebsten lynchen würden, kann ich nicht nachvollziehen.» Für ihn sei es ein fairer Kampf gewesen. «Der Wels und ich sind ungefähr gleich schwer», so der Sportfischer. Auch habe er den Fisch fachgerecht getötet. Und natürlich werde man das Tier auch ganz verspeisen.

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