Aktualisiert 06.12.2014 02:56

Jefferson City

Protestzug aus Ferguson in Missouris Hauptstadt

Demonstranten haben nach einer Woche das Ziel ihres Protestzugs erreicht: In Missouris Hauptstadt forderten sie den Gouverneur auf, im Fall Michael Brown zu handeln.

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Demonstranten am 5. Dezember 2014 nach ihrer Ankunft in Missouris Hauptstadt Jefferson CIty im Parlamentsgebäude MIssouri Capitol.

Demonstranten am 5. Dezember 2014 nach ihrer Ankunft in Missouris Hauptstadt Jefferson CIty im Parlamentsgebäude MIssouri Capitol.

Keystone/Kris Wilson
Sie waren die über 200 Kilometer lange Strecke von Ferguson nach Jefferson City marschiert.

Sie waren die über 200 Kilometer lange Strecke von Ferguson nach Jefferson City marschiert.

Keystone/Kris Wilson
Michael Browns Mutter Lesley McSpadden bei ihrer Ansprache.

Michael Browns Mutter Lesley McSpadden bei ihrer Ansprache.

Keystone/Justin L. Stewart

Unter Ausrufen ihrer Parole «Hände hoch. Nicht schiessen!» sind Hunderte Demonstranten nach einem tagelangen Marsch aus Ferguson am Freitag in der Hauptstadt von Missouri angekommen. Der Protestzug hatte vor einer Woche dort begonnen, wo der unbewaffnete schwarze US-Teenager Michael Brown im August in der Kleinstadt Ferguson von einem weissen Polizisten erschossen worden war. Bis in die Hauptstadt Jefferson City legten die Demonstranten 209 Kilometer zurück.

Vor dem Parlamentsgebäude in der Stadt wurde anschliessend eine Kundgebung abgehalten. Dort gesellte sich Browns Mutter Lesley McSpadden zu den Demonstranten.

«Intransparentes Verfahren»

Sie kritisierte erneut die Jury-Entscheidung, den Polizisten nicht anzuklagen, und rief Gouverneur Jay Nixon auf, den lokalen Staatsanwalt zur Verantwortung zu ziehen. Das rechtliche Verfahren sei «ungerecht und intransparent» gewesen, sagte McSpadden. Sie wolle, dass der Polizist haftbar für seine Tat gemacht werde.

Der Ausruf über die erhobenen Hände ist zu einem Symbol der Bewegung gegen Polizeigewalt geworden. Seinen Ursprung hat die Geste und die Parole in Zeugenaussagen, denen zufolge Brown vor den tödlichen Schüssen auf ihn die Hände gehoben haben soll.

(sda)

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