CERN: Protonen drehen wieder ihre Kreise
Aktualisiert

CERNProtonen drehen wieder ihre Kreise

Der weltgrösste Teilchenbeschleuniger in Genf ist nach einer zweieinhalbmonatigen Pause wieder hochgefahren worden. Dank ihm sollen wir die Grundlagen des Universums dereinst besser verstehen.

Forscher beim Start des LHC in Meyrin bei Genf, als der Teilchenbeschleuniger am 23. November 2009 nach einer Reparatur wieder hochgefahren wurde.

Forscher beim Start des LHC in Meyrin bei Genf, als der Teilchenbeschleuniger am 23. November 2009 nach einer Reparatur wieder hochgefahren wurde.

Am Sonntag wurden wieder die ersten Protonenstrahlen durch den ringförmigen Tunnel geschickt. Die 27 Kilometer lange Anlage mit ihren 100 Meter hohen Räumen unter der schweizerisch-französischen Grenze wurde zunächst mit gedrosselter Energie betrieben, wie das Europäische Kernforschungszentrum (CERN) in Genf mitteilte.

Im November vorigen Jahres jagte der Large Hadron Collider (LHC) Protonen mit 1,18 Billionen Volt durch die Anlage und stellte damit einen Weltrekord auf. Die beiden Protonenstrahlen erreichten die grösste bisher gemessene Energiemenge. Die bisherige Bestmarke lag bei knapp unter einem Tera-Elektronenvolt (TeV) und wurde vom Fermilab bei Chicago erzielt.

Das Fernziel ist es, Protonenstrahlen mit so hoher Geschwindigkeit aufeinanderprallen zu lassen, dass Bedingungen wir beim Urknall simuliert werden können. (dapd)

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