Aktualisiert 28.07.2004 14:23

Prozess gegen Jacko auf 2005 verschoben

Das Gerichtsverfahren gegen US-Popstar Michael Jackson wegen angeblichen Kindesmissbrauchs ist auf Januar kommenden Jahres verschoben worden.

Zur Begründung sagte der kalifornische Richter Rodney Melville am Dienstag in Santa Maria, es gebe Probleme bei den Ermittlungen und «sehr viel Material» zu durchforsten. Offensichtlich sei er mit dem zunächst genannten Termin für September «allzu optimistisch» gewesen.

Jacksons Anwalt Thomas Mesereau hatte Anfang des Monats gefordert, den Prozess gegen seinen Mandanten einzustellen, da es nicht genügend Beweise gebe. Bevor der Richter den Prozessauftakt verschob, hatte es am Dienstag bereits eine Voranhörung der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung gegeben.

Dabei sagte der stellvertretende Staatsanwalt Gordon Auchincloss, Jacksons Neverland-Ranch sei so entworfen, «dass sie Kinder lockt und anzieht». Das grosse Anwesen sei «ein isolierter und eingezäunter Bereich», in dem der Musiker «seine Pläne (...) ausführen konnte».

Dazu gehörten «Freiheitsberaubung, Kindesentführung und Erpressung». Jacksons Anwalt sagte, es gehe bei dem Verfahren darum, «eine bedeutende Persönlichkeit zu Fall zu bringen».

Jackson war im November unter dem Vorwurf festgenommen worden, sich zwischen Februar und März 2003 an einem damals zwölfjährigen Jungen vergangen zu haben. In der zehn Punkte umfassenden Anklageschrift werden ihm unter anderem Kindesmissbrauch in vier Fällen sowie auch Verschwörung zur Kindesentführung vorgeworfen.

Der 45-Jährige plädiert auf nicht schuldig in allen Punkten. Er ist gegen eine Kaution von drei Millionen Dollar (knapp 3,8 Millionen Franken) auf freiem Fuss.

(sda)

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