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Prüde St. Galler: Strikte Regeln für die Erotikmesse

Im September öffnet in St. Gallen eine neue Erotikmesse die Tore. Doch so freizügig wie die Messen in Zürich oder Bern ist die Erotica nicht: Die Polizei hat ein scharfes Auge auf die Live-Auftritte.

Vor vier Jahren fand in St. Gallen unter Protesten die letzte Erotikmesse statt. Darum sind die Veranstalter der neuen St. Galler Erotik- und Lifestyle-Messe Erotica besonders vorsichtig. Ganz ohne harte Sexshows wollen sie vom 21. bis 23. September rund 15000 Besucher in die Olmahallen locken. Das läuft gegen den allgemeinen Trend. An der Extasia in Zürich und der Amor in Bern fanden nämlich in abgetrennten Räumen Live-Sexshows statt. «Dies verbietet uns die Gewerbepolizei St. Gallen, wir wollen dies aber auch nicht», sagt Mitorganisator Eric Bachmann. Seiner Meinung nach bietet die Messe auch so genug knisternde Erotik. «Auf der Hauptbühne werden Pornostars den Zuschauern heisse Shows bieten», so Bachmann.

Wie freizügig sie dabei sein dürfen, bestimmt die Polizei. Die Veranstalter müssen im Vorfeld detaillierte Beschreibungen der Shows einreichen. «Alles, was das religiöse und sittliche Empfinden verletzt, ist verboten», so Stapo-Sprecherin Petra Ludewig.

Annette Hirschberg

«Penthouse» an der Erotica

Während der Erotica macht in den Olmahallen auch die Club-Tour zum 25. Geburtstag des Männermagazins «Penthouse» Halt. Für den richtigen Beat sorgen verschiedene DJs vom renommierten Label Ministry of Sound mit DJs wie Niels van Geyer oder DJ Jean Elan. Dazu werden auch erotische Tanz- und Modeshows gezeigt. Mitten in der Party veranstaltet das Männermagazin ein professionelles Casting mit Fotoshooting. Die fünf schönsten Mädchen werden auf der «Penthouse»-Homepage veröffentlicht und können zum «Penthouse»-Girl des Monats gewählt werden.

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