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Boxen, Schubsen, TretenPrügelei im Parlament von Taiwan

Die Vertreter von Regierung und Opposition in Taiwan haben über die Handelsbeziehungen mit China debattiert – mit schlagkräftigen Argumenten.

Die Parlamentarier schubsten und boxten sich gegenseitig, traten aufeinander ein und bewarfen sich mit Gegenständen. Drei Abgeordnete mussten anschliessend im Krankenhaus behandelt werden, wie Vertreter des Parlaments am Donnerstag sagten.

Der Streit in der Volksvertretung war bei einer Debatte über ein Handelsabkommen mit China entbrannt. Mit der Mehrheit der Regierungspartei KMT wurde schliesslich eine zweite Lesung der Vorlage beschlossen. Parlamentspräsident Wang Jin Pyng musste von einem menschlichen Schutzwall aus Parlamentariern der Regierungsseite abgeschirmt werden, als er das Abstimmungsergebnis verkündete.

In der zweiten Lesung soll das Vertragswerk im nächsten Monat endgültig abgesegnet werden. Es enthält vor allem den Fall von Zollgrenzen für Produkte aus Taiwan beim Export nach China. Die Opposition hält den Kurs der Regierung, der eine Annäherung an China bedeutet, für falsch. Sie befürchtet, dass Peking, das Taiwan als abtrünnige Provinz betrachtet, langfristig die Angliederung des international kaum anerkannten Staates anstrebt.

(sda)

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