Aktualisiert

ProzessPrügelpolizist verurteilt

Er schlug und ohrfeigte einen renitenten Blaufahrer. Jetzt verurteilte das Bezirksgericht Zürich einen Stadtpolizisten zu einer Busse und einer bedingten Geldstrafe.

Am 6. Oktober 2005 rastete der 56-jährige Chef einer Regionalwache während einer Verkehrskontrolle aus: Gemäss Anklage warf er einen damals 43-jährigen Blaufahrer, der sich aggressiv verhielt, zu Boden, verpasste ihm drei Ohrfeigen und schlug dessen Oberkörper mehrmals gegen einen Betonpfeiler. Dabei brach sich der Schläger den Mittelhandknochen.

Unverhältnismässiges Verhalten

Der Stadtpolizist bestritt vor Gericht jede Schuld. Es habe aber ein Gerangel gegeben, weil ihm der betrunkene Mann einen Tritt gegen das Schienbein verpasst habe. Sein Anwalt forderte Freispruch.

Das Gericht sah aufgrund der Zeugenaussagen des Opfers und zweier Polizisten mindestens eine Ohrfeige und einen Faustschlag als erwiesen an und verurteilte den Polizisten wegen Amtsmissbrauch zu einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 200 Franken sowie 1000 Franken Busse. Sein Verhalten sei unverhältnismässig gewesen.

(AP)

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