Aktualisiert 14.05.2006 10:38

Psychiater wollen Armeewaffen zu Hause verbieten

Schweizer Armeeangehörige sollen ihre Waffe nicht mehr nach Hause nehmen dürfen. Das fordert der Waadtländer Psychiater Pierre Vallon, Vorstandsmitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP).

Vallon unterstützt zwar die Revision des zivilen Waffenrechtes, wie er «Le Matin dimanche» sagte. Doch erwarte er auch eine Reaktion der Armee. Die meisten Soldaten seien verantwortungsvoll, doch sei die Schweiz nicht mehr vor Gewalt gefeiht, sagte er mit Blick auf die Tötung der Ex-Skirennfahrerin Corinne Rey-Bellet.

Die Waffe zu Hause erhöhe das Risiko von Tötungsdelikten und Selbstmorden, sagte er. Die SGPP hat bereits darauf hingewiesen, dass die Schweiz im internationalen Vergleich eine hohe Selbstmordrate aufweist. Diese Rate könnte laut SGPP verringert werden, wenn die Verfügbarkeit von Waffen erschwert würde.

(sda)

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