Aktualisiert 06.09.2007 20:16

Public Viewing von Teleclub: Der FCSG macht nicht mit

Der Schweizer Pay-TV-Sender Teleclub will die Auswärtsspiele von Super-League-Mannschaften zuhause in Public Viewings zeigen. Der FC St. Gallen will das nicht.

Wenn es nach den Plänen des Schweizer Pay-TV-Senders Teleclub geht, müssen reisefaule Fussballfans in Zukunft nicht mehr an die Auswärtsspiele ihrer Super-League-Mannschaften reisen. Stattdessen könnten sie den Match in einer Public-Viewing-Zone in der eigenen Stadt mitverfolgen. «Wir haben bereits mit jedem Club der Super League Kontakt aufgenommen», sagt Roger Feiner, Sportchef von Teleclub. Laut Feiner seien die meisten Reaktionen äusserst positiv. Die Clubs hätten auch deshalb ein Interesse daran, weil es nicht allen Fans möglich sei, an die Spiele zu reisen.

Anders sieht es der FC St. Gallen. «Wir haben Angst, dass unsere Fans bei einem Public Viewing nicht mehr an die Auswärtsspiele kommen», sagt FCSG-Pressechef Daniel Wirth. Laut Wirth gehören bei einem Fussballspiel die Fangruppen ins Stadion und nicht vor eine Leinwand. «Ausserdem hat der FC St.Gallen nicht die finanziellen Mittel, um ein Public Viewing oder dergleichen zu organisieren», so Wirth. Ebenfalls wenig von der Idee begeistert ist der FCSG-Fanbetreuer Urs Baumgartner: «Grundsätzlich gehören die Fans in ein Stadion», so Baumgartner. Ein Public Viewing würde nur bei Spitzenspielen Sinn machen.

(lun)

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