Mann (31) erhält Strafbefehl: «Corona-Killer» auf Ebay angeboten – hohe Busse
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Mann (31) erhält Strafbefehl«Corona-Killer» auf Ebay angeboten – hohe Busse

Ein Mann (31) hat auf Ebay ein Pulver mit dem Etikette «Corona-Killer» angeboten. Darin war ein Nahrungsergänzungsmittel.

von
Thomas Mathis
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«Corona-Killer»-Produkte hat ein 31-jähriger Mann auf Ebay angeboten.

«Corona-Killer»-Produkte hat ein 31-jähriger Mann auf Ebay angeboten.

Kantonspolizei Zürich
Der Verkaufsberater hat nun eine Busse von 2000 Franken erhalten.

Der Verkaufsberater hat nun eine Busse von 2000 Franken erhalten.

Screenshot Ebay
Die Polizei hat bei ihm ein Heimlabor gefunden und beschlagnahmt. (Symbolbild)

Die Polizei hat bei ihm ein Heimlabor gefunden und beschlagnahmt. (Symbolbild)

Kantonspolizei Zürich

Darum gehts

  • Ein Strafbefehl verurteilt einen 31-jährigen Mann zu einer Busse von 2000 Franken.

  • Grund: Er hat im Internet ein zweifelhaftes Pulver mit der Aufschrift «Corona-Killer» angeboten.

  • Die Polizei hat bei ihm ein kleines Heimlabor beschlagnahmt.

«Corona-Killer» – das stand auf Produkten, die ein 31-jähriger Mann auf Ebay angeboten hatte. Nun ist er deswegen von der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland wegen Vergehen gegen das Chemikaliengesetz und Übertretung des Lebensmittelgesetzes verurteilt worden. Der Schweizer muss eine Busse von 2000 Franken bezahlen. Hinzu kommen Gebühren in der Höhe von 800 Franken.

Laut dem rechtskräftigen Strafbefehl hat der selbständige Verkaufsberater im Lockdown im Frühling 2020 unter einem Pseudonym Produkte auf Ebay inseriert, die angeblich vor dem Coronavirus schützen, wie die «NZZ» berichtet. Für 47.90 Franken bot er ein Set aus Desinfektionsmitteln und «Pulver zum Einnehmen für die Verhütung von Infektionskrankheiten» an. Das Pulver helfe unter anderem zur Stärkung des Immunsystems, zur Schmerzlinderung und bei Entzündungen.

Kleines Heimlabor beschlagnahmt

Ein Kantonspolizist hatte sieben solcher Sets für 300 Franken gekauft. So kam es zur Untersuchung. Das Pulver «Corona-Killer» entpuppte sich laut der Untersuchung als das Nahrungsergänzungsmittel «MSM», das im Handel erhältlich ist und einen Mangel an Schwefel verhindert und nicht wie im Inserat angepriesen behandeln soll. Der Beschuldigte habe durch seine Anpreisung suggeriert, dass es sich um ein Heilmittelprodukt handle, schreibt die «NZZ».

Beim 31-Jährigen wurde zudem ein kleines Heimlabor beschlagnahmt. Darunter waren unter anderem diverse leere Flaschen und Dosen, drei Behälter mit Hydrogenperoxid, zehn Liter Brennsprit und MSM-Pulver sowie auch die Klebeetiketten mit der Aufschrift «Corona-Killer».

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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