Aktualisiert 23.08.2019 05:37

USAPuma beisst 8-jährigen Bub in den Kopf

Im US-Bundesstaat Colorado ist es bereits zum dritten Puma-Vorfall in diesem Jahr gekommen. Das Opfer liegt schwer verletzt im Spital.

Die Behörden stellen eine Falle auf, um das Tier zu fangen. (Quelle: Youtube/Jason Clay)

Ein Puma hat im US-Staat Colorado einen achtjährigen Jungen im Garten vor dessen Haus angegriffen und schwer verletzt. Das Raubtier habe dem Opfer in den Kopf gebissen, teilten Behördenvertreter am Donnerstag mit. Das Kind kam ins Spital, sein Zustand wurde als ernst, aber stabil beschrieben.

Der Bub habe am Vorabend im Ort Bailey vor seinem Haus mit seinem Bruder auf einem Trampolin herumgetollt, als ein Freund von nebenan ihn gerufen habe, berichteten Ermittler der Natur- und Wildtierbehörde von Colorado. Als er daraufhin losrannte, habe der Puma ihn angesprungen und ihn gebissen. Der Bruder des Opfers alarmierte den Vater im Haus. Dieser eilte hinaus und näherte sich dem Puma, der daraufhin von seinem Kind abliess und das Weite suchte.

«Das war ziemlich heroisch», sagte eine Sprecherin der Wildtierbehörde, über das Vorgehen des Vaters. Er habe alles getan, was die Behörde in einem solchen Fall empfehle. «Er rannte auf das Tier zu. Er baute sich lautstark vor ihm auf.»

Zwei Pumas getötet

Nach dem Vorfall wurden Fallen gelegt und Suchhunde eingesetzt, um den Berglöwen aufzuspüren. Wenig später alarmierte ein Bewohner die Behörden und sagte, er habe zwei Pumas gesehen und eine Ziege würde fehlen. Die beiden Tiere wurden gefunden und eingeschläfert, wie die Wildtierbehörde auf Twitter mitteilte.

Man gehe davon aus, dass einer der beiden Pumas für die Verletzung des Jungen verantwortlich ist. Eine Autopsie werde Sicherheit bringen.

Es war bereits die dritte Puma-Attacke in Colorado im laufenden Jahr. Im Februar hatte ein Jogger einen jungen Puma in einem Akt der Selbstverteidigung erwürgt.

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Der 31-jährige Jogger, der anfangs Februar einen wilden Puma erwürgte, schilderte den Überlebenskampf erstmals öffentlich.

Der 31-jährige Jogger, der anfangs Februar einen wilden Puma erwürgte, schilderte den Überlebenskampf erstmals öffentlich.

AFP/ho
Das Tier attackierte ihn und drückte ihn zu Boden.

Das Tier attackierte ihn und drückte ihn zu Boden.

AP/David Zalubowski
«Einer der Gedanken, die ich hatte, war: 'Das wäre eine ziemlich beschissene Art zu sterben'», sagte Kaufmann

«Einer der Gedanken, die ich hatte, war: 'Das wäre eine ziemlich beschissene Art zu sterben'», sagte Kaufmann

AP/David Zalubowski

(sda)

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