Puma ist weiter auf Rekordjagd

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Puma ist weiter auf Rekordjagd

Angesichts unerwartet stark gestiegener Umsätze in den vergangenen neun Monaten ist für das Gesamtjahr mit einem nun zweistelligen Wachstum beim Umsatz sowie dem fünften Rekordergebnis in Folge zu rechnen.

Angesichts unerwartet stark gestiegener Umsätze in den vergangenen neun Monaten sei für das Gesamtjahr mit einem nun zweistelligen Wachstum beim Umsatz sowie dem fünften Rekordergebnis in Folge zu rechnen, teilte das Herzogenauracher Unternehmen bei der Vorlage des Zwischenberichts am Freitag mit. Bislang war Puma für 2005 von einem Umsatzplus im oberen einstelligen Bereich ausgegangen.

Positive Impulse auch für den schwachen deutschen Markt erwartet Puma-Vorstandschef Jochen Zeitz in erster Linie von der bevorstehenden Fussball-Weltmeisterschaft.

Der konsolidierte Umsatz stieg den Angaben zufolge im dritten Quartal um 16,4 Prozent auf 536,4 Millionen Euro und im Neunmonatszeitraum um 13,6 Prozent auf 1,428 Milliarden Euro. Dabei legte der Bereich «Accessoires» am stärksten zu. Der Konzerngewinn kletterte von Juli bis September um 11,5 Prozent auf 91,9 Millionen Euro, in den ersten neun Monaten verbesserte er sich um 12,5 Prozent auf 241,7 Millionen Euro.

«Beeindruckend» habe sich vor allem das Amerika-Geschäft entwickelt: Hier wuchs der Umsatz insbesondere durch das gute Abschneiden im Schuh-Segment im dritten Quartal um 63,6 Prozent auf 137 Millionen Euro und von Januar bis Ende September um 48,8 Prozent auf 340 Millionen Euro. Damit trugen die Umsätze in der Region 23,8 Prozent zum konsolidierten Umsatz bei. Im Vorjahr waren es 18,2 Prozent.

«Die Stärke von Puma im US-Markt zeigt uns die Möglichkeit, in den USA noch weiter zu wachsen», sagte Zeitz. Zum angekündigten Zusammenschluss der Konkurrenzunternehmen Adidas und Reebok erklärte er, das Wettbewerbsumfeld biete sehr gute Chancen, dass Puma weltweit die drittgrösste Marke werde.

Weiterhin schleppend verlaufe das europäische Geschäft. Trotz negativer Auftragsbestände sei jedoch ein Umsatzplus in der Region um 5 Prozent erzielt worden. Hierzu hätten vor allem Accessoires und Textilien beigetragen.

Nach wie vor schwierig sei der deutsche Markt. «Hier sind wir in keinster Weise zufrieden», sagte Zeitz. Neben der Fussball-Weltmeisterschaft 2006 sollte sich auch eine «politische Konsolidierung» günstig auf das Verhalten der Verbraucher in Deutschland auswirken.

Puma teilte ergänzend mit, von Juli bis September weitere 115.000 eigene Aktien zurückgekauft zu haben und zum 30. September insgesamt 800.000 Aktien oder 4,7 Prozent des gezeichneten Kapitals im eigenen Bestand zu halten. Damit sei der erste Teil des angekündigten Aktienrückkaufprogramms abgeschlossen.

Die Aktie des im MDAX notierten Unternehmens legte angesichts der guten Zahlen des Konzerns bis zum Mittag um etwa 2,5 Prozent zu. (dapd)

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