Kritik: Puma soll «Hungerlöhne» stoppen
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KritikPuma soll «Hungerlöhne» stoppen

Der deutsche Sportartikelhersteller Puma gerät wegen seiner Lohnpolitik in die Kritik. In China und El Salvador können Puma-Arbeiter von ihrem Lohn nicht überleben.

Kritiker haben dem Sportartikelhersteller Puma vorgeworfen, in Zulieferbetrieben ausbeuterische Löhne zu dulden. Auch die gewerkschaftliche Organisation der Arbeiter werde im Keim erstickt, teilte die Sprecherin der Christlichen Initiative Romero, Kirsten Clodius, am Montag mit.

Puma müsse endlich seiner postulierten Verantwortung für eine bessere Welt nachkommen. Das Unternehmen mit Sitz im deutschen Herzogenaurach hat für Dienstag zu seiner Jahreshauptversammlung eingeladen.

Clodius erläuterte, in China und El Salvador erhielten die Näherinnen zwar den dort geltenden Mindestlohn. Dieser reiche jedoch gerade aus, «um eine ausreichende Kalorienzufuhr zum Überleben zu gewährleisten. Dinge wie Kleidung, Miete, Strom, Wasser, Gesundheit und der Schulbesuch der Kinder bleiben auf der Strecke.»

Puma hatte im vergangenen Jahr einen Gewinn von 128,2 Mio. Euro eingefahren, nach 232,8 Mio. Euro im Vorjahr.

(sda)

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