Axpo Super League: Punkteteilung im Spitzenspiel - Randale danach
Aktualisiert

Axpo Super LeaguePunkteteilung im Spitzenspiel - Randale danach

Der FC Basel und der FC Zürich trennen sich im Spitzenkampf der 15. Runde der Axpo Super League leistungsgerecht 1:1-unentschieden. Beide Mannschaften hatten in der Schlussphase die Chance zum Sieg. Mit dieser Punkteteilung bleibt der FCB an der Tabellenspitze. Nach dem Spiel flog wieder einmal Gummischrot.

Der FC Zürich muss zwar weiter auf den ersten Sieg gegen den FC Basel seit Ende November 2006 warten, doch im Gegensatz zum 1:4 im ersten Duell der beiden Teams in dieser Saison hielten die Zürcher mit dem Meister und Cupsieger mit. Die Gastgeber gingen im mit über 30 000 Zuschauern gefüllten St. Jakob-Park durch einen von Benjamin Huggel verwandelten Foulpenalty in Führung. Danach war aber beinahe nur noch der FCZ im Angriff aktiv.

Obwohl die Zürcher viel Aufwand betrieben, blieb der Erfolg lange Zeit aus. Die wegen der Gelbsperren von David Abraham und François Marque mit Beg Ferati und Huggel besetzte Basler Innenverteidigung hielt dem Druck stand, bis ein dummer Ballverlust in der 51. Minute Eric Hassli ermöglichte, alleine aufs Tor von Franco Costanzo zu ziehen. Der formstarke Franzose erzielte via Pfosten seinen 10. Saisontreffer.

Die beste Möglichkeit, mit drei Punkten und der Tabellenführung die Rückreise nach Zürich anzutreten, vergab Alexandre Alphonse zehn Minuten vor Spielende, als er mit einem Kopfball am glänzend reagierenden Costanzo scheiterte. Auf Seiten der Basler hatte der eingewechselte Fabian Frei in der Nachspielzeit eine exzellente Torchance, schoss aber nach Vorlage von Eren Derdiyok über das Tor. Der FCB bleibt nach dem Remis mit zwei Punkten Vorsprung Leader.

Axpo Super League, 15. Runde

FC Basel - FC Zürich 1:1 (1:0)

St. Jakob-Park. - 30 149 Zuschauer. - SR Busacca.

Tore: 15. Huggel (Pen.) 1:0. 51. Hassli 1:1.

Basel: Costanzo; Zanni, Huggel, Ferati, Safari; Gelabert (56. Frei), Carlitos (69. Derdiyok), Ergic, Eduardo (86. Perovic); Stocker, Streller.

Zürich: Leoni; Stahel, Barmettler, Tihinen, Lampi; Aegerter, Okonkwo; Djuric (86. Nikci), Abdi, Alphonse (93. Rochat); Hassli.

Bemerkungen: Basel ohne Abraham, Marque (beide gesperrt), Morganella, Chipperfield (beide verletzt). Zürich ohne Chikhaoui, Staubli (beide verletzt). Verwarnungen: 9. Gelabert. 39. Ferati. 71. Aegerter. 72. Frei. 82. Barmettler (alle Foul).

LIVE-TICKER

90.+3 Das Spiel ist zu Ende! 1:1-unentschieden endet der Spitzenkampf zwischen Basel und dem FCZ. Dem Leader gehörte die erste Halbzeit, die Zücher hatten im zweiten Durchgang mehr Spielanteile - ein gerechtes Unentschieden.

90.+3 Wechsel beim FCZ. Alphonse verlässt den Platz.

90.+2 Gleich der nächste Matchball für Basel! Fabian Frei kommt im Strafraum frei zum Schuss. Sein wuchtiger Dropkick fliegt aber knapp übers Tor.

90.+1 Glanzparade von Leoni! Der zürcher Torhüter kratzt einen Weitschuss von Ergic aus der linken unteren Ecke.

90. Schiedsrichter Busacca lässt drei Minuten nachspielen.

88. Vor den Toren von Costanzo und Leoni passiert nicht mehr allzu viel. Haben sich die beiden Mannschaften schon mit dem Unentschieden abgefunden?

86. Je ein Wechsel beim FCB und beim FCB. Bei Basel kommt Perovic für Eduardo und beim FCZ Nikci für Djuric.

84. Gelbe Karte für Barmettler für ein hartes Einsteigen gegen Stocker.

82. Das war die Möglichkeit für den FCZ zum Sieg! Alphonse zieht nach einem Eckball aus kürzester Distanz voll ab. Ein Riesenreflex von Costanzo verhindert die Zürcher Führung.

80. Der FCZ führt nach wie vor die etwas feinere Klinge. Trotzdem passt in der Offensive nicht allzu viel zusammen. Hassli und Alponse finden sich momentan gar nicht.

78. Viele kleine Fouls auf beiden Seiten stören den Spielfluss nun etwas. Die Partie ist aber alles andere als gehässig.

74. Nun der FCZ wieder mit einer Riesenchance! Alphonse schickt Aegerter wunderbar steil. Der kleinere Franzose bringt den Ball allerdings nicht an dem aus dem Tor geeilten Costanzo vorbei.

72. Gelbe Karten für Aegerter auf der Seite des FCZ und Frei bei Basel.

70. Grosschance für den FC Basel! Stocker setzt sich auf dem rechten Flügel durch und sieht Fabian Frei in der Mitte. Mit dem Aussenrist zieht dieser aus 12 Metern sofort ab, kein Problem aber für Leoni.

69. Zweiter Wechsel beim FCB: Joker Derdiyok kommt der den müden Carlitos.

68. Aegerter kommt aus der zweiten Reihe zum Abschluss. Der Schuss der zürcher Arbeitsbiene streift aber am linken Pfosten vorbei.

66. Hassli strotzt nach seinem Tor nur so vor Selbstvertrauen. Schön, wie sich der Franzose immer wieder gekonnt durch die Basler Verteidigung wühlt.

62. Der FCZ ist momentan klar die spielbestimmende Mannschaft. Der FCB kommt nur noch vereinzelt mit überzeugenden Angriffen richtung Zürcher Tor.

57. Wieder Riesendusel für Leoni! Bei einer Flanke lässt der FCZ-Goalie den Ball fallen. Weder Freund noch Feind rechneten aber mit diesem Lapsus. Leoni kann den Ball einfach aufnehmen.

56. Erster Wechsel beim FC Basel. Für den angeschlagenen Gelabert kommt der junge Frei.

54. Grosschance für den FCZ! Alphonse kommt nach einem Abdi-Eckball völlig frei zum Kopfball. Sein Abschluss landet aber genau in den Händen von Costanzo. Aber: Der FCZ wird immer stärker.

51. Gelbe Karte für den Torschützen. Eric Hassli wird verwarnt, weil er beim Torjubel sein Trikto ausgezogen hat.

51. Tor für den FC Zürich! Hassli profitiert von einem Fehler von Innenverteidiger Huggel. Von der rechten Seite trifft der Franzose mit einem satten Flachschuss in die weite Ecke.

49. Wieder einmal versucht es Eric Hassli aus der Distanz. Mit seinem schwächeren linken Fuss bringt er den Ball aber nicht gefährlich richtung Basler Tor.

47. Viel Glück für Leoni. Plötzlich weiss der FCZ-Goalie nicht mehr, wo der Ball ist. Kurz vor einem Basler kann er den Ball aber doch noch aus der Gefahrenzone befreien.

46. Die zweite Halbzeit hat begonnen. Beide Mannschaften starten unverändert in die zweiten 45 Minuten.

- Der FCZ muss im zweiten Durchgang da weiter machen, wo man vor der Pause aufgehört hat: Munter nach vorne spielen und etwas mehr riskieren. Die Basler werden auch nach der Pause ihre defensive Grundeinstellung behalten und müssen versuchen, mit einem Konter den Sieg zu sichern.

45.+2 Die erste Halbzeit ist zu Ende. Der FC Basel verdient dank einem Penaltytreffer von Huggel verdient mit 1:0. In den letzten 10 Minuten vor der Pause hat der FCZ aber immer besser ins Spiel gefunden.

45.+1 Hassli zu eigensinnig. Anstatt Djuric in der Mitte anzuspielen, schiesst er von der Strafraumecke selbst aufs Tor. Der Ball fliegt weit am Kasten von Costanzo vorbei.

45. Schiedsrichter Busacca lässt zwei Minuten nachspielen.

43. Streller steht plötzlich ganz alleine vor Leoni, verzieht aber ganz knapp. Egal: Der Basler ist ohnehin im abseits gestanden.

42. Der FCZ gewinnt nun deutlich mehr Zweikämpfe als noch zu Beginn. Die Zürcher wollen es vor der Pause noch einmal wissen - bislang aber ohne gefährlich zu werden.

40. Gelbe Karte für Beg Ferati. Mit einem schönen Trick vernascht Abdi den Basler. Dieser kann sich nur noch mit einem Foul helfen.

38. Costanzo rettet dem FCB die Führung! Abdi dreht einen Freistoss zur Mitte und Aegerter lenkt ab. Costanzo ist mit den Fingerspitzen grade noch dran und lenkt den Ball um den Pfosten.

37. Oft nimmt der FCZ sich den Wind mit vielen Fehlzuspielen selbst aus den Segeln.

34. Der FCB hat das Geschehen meist gut unter Kontrolle. Vor allem im Mittelfeld ist das Übergewicht des Meisters augenscheinlich. Völlig abgetaucht ist bislang Zürichs Spielmacher Abdi.

30. Grosse Chance für den FCZ! Stahel setzt an der Strafraumgrenze Djuric ein. Dieser versucht, Costanzo mit einem Heber zu überlisten. Sein Lupfer fliegt aber knapp am linken Pfosten vorbei.

28. Marco Streller verletzt am Boden: Okonkwo ist ihm mit voller Wucht auf den Fuss getreten. Streller kann weiterspielen.

26. Stocker luchst Stahel in der zürcher Platzhälfte den Ball ab und stürmt in den Strafraum. Sein Rückpass findet aber kein Abnehmer, Eduardo kommt zu spät.

23. Der FC Zürich zwar immer noch sehr bemüht, zum Schluss fehlt aber meist etwas die Konzentration. Die entscheidenden Pässe kommen momentan zu selten an.

20. Konterchance für den FCB nach einem missglückten zürcher Eckball. Stocker spielt den Ball in die Tiefe, Carlitos aber im abseits.

18. Der FCZ hat sich gut vom Schock des frühen Gegentreffers erholt. Alphonse und Hassli stellen die FCB-Abwehr immer wieder vor Probleme.

15. Tor für den FCB! Benjamin Huggel verwandelt den Elfmeter ohne Probleme. Er trifft in die rechte hohe Ecke - keine Chance für Leoni.

14. Elfmeter für den FC Basel! Stocker liegt im Strafraum am Boden. Okonkwo hat ihn von den Beinen geholt.

13. Das Spiel hat das Tempo aus den Anfangsminuten nun etwas verloren. Die Intensität in den Zweikämpfen ist nach wie vor aber sehr hoch. Hart aber fair gehen die Akteure zu Werke.

10. Der FCB hat das Spieldiktat nun klar übernommen. Die Zürcher Angriffsbemühungen enden jetzt meist schon an der Mittellinie. Basel entwickelt einen enormen Druck.

9. Erste Gelbe Karte des Spiels: Gelabert, der wieder aufs Feld zurückgekehrt ist, holt Alphonse mit einer Grätsche von hinten von den Beinen.

6. Beide Mannschaften gehen in den Anfangsminuten äusserst engagiert ans Werk - kein Abtasten im Spitzenkampf.

3. Gelabert liegt verletzt am Boden. Bei einem Zweikampf hat er sich den Fuss verdreht und muss am Spielfeldrand gepflegt werden.

2. Nun taucht auch schond der FCZ zum ersten Mal gefährlich vor Costanzo auf. Hasslis Distanzschuss fliegt aber um gut einen Meter am rechten Basler Torpfosten vorbei.

1. Nach 36 Sekunden die erste Chance des Spiels. Streller hebt den Ball rückwärts in den Strafraum, wo Carlitos wartet. Mit dem Kopf verpasst der Portugiese nur knapp.

1. Das Spiel hat begonnen! Schiedsrichter Busacca hat den Spitzenkampf der Axpo Super League lanciert.

- In wenigen Minuten geht es los! Die Spieler der beiden Klubs betreten den Rasen des St. Jakob-Park.

- Der FC Zürich stapelt derweil tief. Bernard Challandes schiebt trotz den drei besten Torschützen der Super League die Favoritenrolle den Baslern zu. Nichtsdestotrotz hat er seine Mannschaft äusserst offensiv besetzt.

- Der FC Basel hat heute beim Spitzenkampf grosse Personalprobleme. Mit Marque und Abraham fällt die Stamm-Innenverteidigung aus. Neben Ferati, der schon zuletzt zum Einsatz gekommen ist, spielt Benjamin Huggel zum ersten Mal im Abwehrzentrum.

20 Minuten Online berichtet ab 14.15 Uhr live vom Spitzenkampf der Axpo Super League zwischen dem FC Basel und dem FC Zürich.

Vor dem Spiel

Vor dem Spitzenkampf stehen die Vorzeichen unterschiedlich, in einem Fakt dürften sich die beiden Coaches aber einig sein. «Für mich wird am Sonntag nicht die Meisterschaft entschieden. Es ist ein Superspiel, klar, aber eine Vorentscheidung fällt nicht», sagte FCZ-Trainer Bernard Challandes stellvertretend. Bernard Challandes stehen mit Ausnahme von Yassine Chikhaoui (im Aufbautraining) sämtliche Schlüsselspieler zur Verfügung, sein Team hat acht Mal in Folge nicht mehr verloren, und mit Eric Hassli, Alexandre Alphonse (je 9) und Almen Abdi (8) stehen die drei treffsichersten ASL- Spieler in seinen Reihen.

Dagegen muss Basels Trainer Christian Gross seine Innenverteidigung komplett umstellen. David Abraham und auch François Marque werden nach zuletzt 220 Minuten ohne Gegentor das Rendez-vous mit dem FCZ wegen einer Gelbsperre verpassen. Als Ersatz für das Duo, das mit seinen Kollegen erst zwölf Treffer zugelassen hat, dürften Beg Ferati (machte bereits seine einzigen beiden Europacup-Spiele als «Notnagel») und Benjamin Huggel die Innenverteidigung bilden. Der ansonsten im zentralen defensiven Mittelfeld eingesetzte Internationale, mit fünf Treffern Basels bislang erfolgreichster Torschütze, hat schon auf der ungewohnten Position gespielt und wird sich mit seiner physischen Präsenz den FCZ-Technikern entgegen stellen.

Challandes will Revanche

Das 1:4 aus dem Hinspiel, das siebte Duell mit Basel seit Ende November 2006 ohne Sieg, hat sich im Gedächtnis der Zürcher eingebrannt. Challandes findet, damals unter Wert geschlagen worden zu sein. «Das Resultat zeigte nicht die ganze Wahrheit», sagte der Romand in einem Interview. «Nun ist die Gelegenheit für uns zur Revanche. Wir wollen zeigen, dass wir ein Problem für Basel sein können.» Das 1:4 in Zürich, die resultatmässige Ohrfeige gegen den Erzrivalen, war am 17. August der Startschuss zu einem positiven Lauf. Es folgten im nächsten Spiel in Sitten eine «kleine Veränderung des 4-4-2-Systems im Sturm» (Challandes) und daraufhin sieben weitere Meisterschaftsspiele ohne Niederlage.

Die 22 errungenen Punkte (gegenüber 19 von Basel in der gleichen Periode) trugen dem FCZ neben der zwischenzeitlichen Leaderposition auch viel Lob von allen Seiten ein - inklusive jenen, die Anfang Saison schwerere Zeiten prophezeit hatten. «Mich hat die sehr negative Berichterstattung zu Beginn schon sehr irritiert», sagte Heinz Barmettler. «Mittlerweile haben sich die Dinge ja zum Glück für uns geändert.»

Beste Abwehr vs. bester Sturm

Dazu gehört, dass der FCZ nach den gewichtigen Abgängen in den letzten beiden Jahren sein «inneres Gleichgewicht» offenbar gefunden hat. «Die Balance ist das wichtigste. Ich nenne das «K und K - Künstler und Kämpfer», sagte Chefcoach Challandes in einem Interview mit der «Basler Zeitung». «Wenn die Künstler auch kämpfen wollen und die Kämpfer auch spielen können, dann stimmt die Mischung. Sie haben Freiheiten, dürfen etwas risikieren. Das ist unsere Philosphie», erklärte er.

Das Aufeinandertreffen zwischen dem seit vier Spielen ungeschlagenen FC Basel und dem seit acht Partien ungeschlagenen Zürich ist nicht nur ein Klassiker im Schweizer Fussball, nicht nur das Duell der beiden momentan klar besten Teams der Liga, und nicht nur der Kampf um die Leaderposition. Es ist in der aktuellen Verfassung auch die Begegnung zwischen der besten Abwehr der Liga (12 Gegentore) und der stärksten Offensive. Fast zwei Drittel der 36 Treffer (26) gehen allein auf das Konto des Trios Hassli/Alphonse/Abdi. Viel hängt für den FC Basel davon ab, ob und wie die neu formierte Abwehr die formstarken Zürcher «Künstler und Kämpfer» in den Griff bekommen wird.

(si)

Randale nach dem Spiel

Nach dem Spiel musste die Polizei mit Gummischrot und Pfefferspray gegen randalierende Zürcher und Basler Fans eingreifen. Zürcher Fans hatten Steine und Flaschen auf ihre Basler Gegenparts geworfen. Laut dem 20-Minuten-Reporter vor Ort musste mindestens ein Verletzter von der Sanität abtransportiert werden. Mindestens fünf Randalierer wurden verhaftet.

(pat/ser)

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