Des Raubes beschuldigt: Pussy-Riot-Aktivistinnen in Sotschi verhaftet
Aktualisiert

Des Raubes beschuldigtPussy-Riot-Aktivistinnen in Sotschi verhaftet

Bei den Olympischen Spielen in Sotschi sind Maria Aljochina und Nadeschda Tolokonnikowa von Pussy Riot verhaftet worden. Laut den Aktivistinnen ist es schon die zweite Festnahme.

Die beiden Pussy-Riot-Mitglieder Maria Aljochina und Nadeschda Tolokonnikowa sind nach Angaben eines Menschenrechtsaktivisten am Dienstag am Austragungsort der Olympischen Winterspiele in Sotschi festgenommen worden. «Im Augenblick der Festnahme haben wir keinerlei Aktionen gemacht, wir sind in Sotschi spazieren gegangen», schrieb Tolokonnikowa auf Twitter. Sie seien in Sotschi für einen Pussy-Riot-Protest. Ausserdem seien sie bereits am Sonntag zehn Stunden festgehalten worden.

Den beiden Frauen werde Diebstahl vorgeworfen, sagte ein Augenzeuge, der bei der Festnahme anwesend war. Laut dem «Wall Street Journal» handelt es sich um einen Diebstahl eines Portemonnaie. Auch mehrere andere Aktivisten seien von der Polizei in Gewahrsam genommen worden. Laut Amnesty International sind insgesamt neun Personen verhaftet worden.

Erst im Dezember waren Aljochina und Tolokonnikowa nach beinahe zwei Jahren Haft freigelassen worden. Sie waren wegen «Rowdytums aus religiösem Hass» verurteilt worden, weil sie in einer russischen Kirche gegen Präsident Wladimir Putin protestiert hatten. Ihre Freilassung erfolgte im Zuge einer vom Parlament auf Initiative von Putin verabschiedeten Amnestie für Tausende von Gefangenen.

Die beiden Musikerinnen hatten vor kurzem die USA besucht, wo sie an einem Konzert der Menschenrechtsorganisation Amnesty International teilnahmen.

In einem Tweet hat Nadeschda Tolokonnikowa ein Bild von Maria Aljochina hinter Gittern mit der Welt geteilt.

(sda)

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