Aktualisiert 21.03.2006 05:27

Putin besucht China

Im Mittelpunkt seines zweitägigen Besuch bei der chinesischen Führung stehen die vertiefte Zusammenarbeit in Handel und Energie und die Astomstreitigkeiten mit Iran und Nordkorea.

Beide Seiten werden eine Reihe von Abkommen unterzeichnen. Unter anderem rechnet China mit einer Vereinbarung über eine gemeinsame Durchführbarkeitsstudie für den lange diskutierten Bau einer Abzweigung der geplanten russischen Pipeline von Sibirien zur Pazifikküste nach China.

Auch eröffnen Putin und sein chinesischer Gastgeber Hu Jintao feierlich ein "Russland-Jahr" in China mit rund 200 Veranstaltungen, dem 2007 in Russland ein "China-Jahr" folgen wird.

Im Vorfeld des Besuch haben beide Seiten eine Erhöhung der russischen Öllieferungen um 25 Prozent auf 15 Millionen Tonnen für dieses Jahr vereinbart. Wegen seines wachsenden Energiebedarfs ist China ferner an Gas-Lieferungen interessiert.

Der bilaterale Handel erreichte im Vorjahr mit einem Zuwachs von 37 Prozent 29,1 Milliarden US-Dollar. Bis 2010 ist ein Handelsvolumen von 60 bis 80 Milliarden ins Auge gefasst.

Russland will allerdings mehr Maschinen und technische Ausrüstung nach China exportieren. Putin nannte in einem Interview der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua vor allem Ausrüstung für die nukleare und konventionelle Kraftwerksindustrie sowie den Bergbau.

Die gegenwärtige Zusammensetzung des Handels spiegele nicht das Potenzial beider Länder wider, sagte Putin. Die Umstrukturierung des Handels solle von beiden Seiten vorrangig angegangen werden.

(sda)

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