Aktualisiert 14.05.2006 06:38

Putin denkt an seine Nachfolge

Der russische Präsident Wladimir Putin will einen Nachfolger aufbauen und eine reibungslose Amtsübergabe nach dem Ende seines Mandats im Jahr 2008 sicherstellen.

Der 53-jährige frühere KGB-Agent gab am Samstag aber keine Hinweise, um wen es sich dabei handeln könnte. «Ich glaube, es wäre richtig, meinen Standpunkt zur einen oder anderen Kandidatur kund zu tun. Und das werde ich tun», sagte Putin vor Journalisten.

«Alle sorgen sich um die Stabilität und fragen sich, was nach 2008 passieren wird. Ich habe gewisse Vorstellungen, wie das Land für diesen Zeitraum aufzustellen ist, um es nicht zu destabilisieren und so die Menschen und die Wirtschaft nicht zu verschrecken.»

Putin selbst war von seinem Vorgänger Boris Jelzin aufgebaut worden. Bislang hat er Spekulationen zurückgewiesen, er wolle die Verfassung ändern und für eine dritte Amtszeit in Folge kandidieren.

Das Rätselraten um einen möglichen Nachfolger ist zu einer der diskutiertesten Fragen in der russischen Politik geworden. Als mögliche Kandidaten werden Verteidigungsminister Sergej Iwanow und der stellvertretende Ministerpräsident Dmitri Medwedew gehandelt.

(sda)

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