KGB-Spion: Putin interessierte sich für Penis-Gift

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KGB-SpionPutin interessierte sich für Penis-Gift

Wladimir Putin soll laut einem Bericht als KGB-Spion in Dresden einen Professor erpresst haben. Auch aus persönlichen Briefen seiner Ex-Frau zitieren die Journalisten.

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dia
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Soll während seiner Zeit in der DDR versucht haben, Agenten anzuwerben: Russlands Präsident Wladimir Putin in einer Limousine in Seoul. (26. Februar 2001)

Soll während seiner Zeit in der DDR versucht haben, Agenten anzuwerben: Russlands Präsident Wladimir Putin in einer Limousine in Seoul. (26. Februar 2001)

Keystone/Misha Japaridze
Der Staatschef habe auch einen Professor erpresst, um an Informationen zu gelangen: Putin spricht in Westrussland an einer Marine-Parade. (26. Juli 2015)

Der Staatschef habe auch einen Professor erpresst, um an Informationen zu gelangen: Putin spricht in Westrussland an einer Marine-Parade. (26. Juli 2015)

Keystone/Mikhail Klimentyev
Ludmilla Putina beschwerte sich bei einer Brieffreundin über ihren Gatten: Putin und seine Ex-Frau in Moskau. (7. Mai 2012)

Ludmilla Putina beschwerte sich bei einer Brieffreundin über ihren Gatten: Putin und seine Ex-Frau in Moskau. (7. Mai 2012)

Keystone/Alexey Druzhinyn

Über Wladimir Putins Zeit beim russischen Geheimdienst KGB ist nur wenig bekannt. Fest steht, dass der heutige russische Präsident im Sommer 1985 zum Auslandeinsatz in die DDR geschickt wurde. Über seine Rolle als Spion scheiden sich die Geister. Während einige den jungen Putin als Strippenzieher bezeichnen, glauben andere, dass ihm kaum wichtige Aufgaben übertragen wurden.

Das gemeinnützige Recherchebüro «Correctiv» veröffentlicht nun brisante Details aus den jungen Jahren des Wladimir Putin. Der Auftrag des damals 35-Jährigen sei es gewesen, DDR-Agenten in Dresden anzuwerben. Einer von ihnen war Klaus Zuchold, Auslandsspion bei der Stasi. «Wenn Putin etwas nicht ertragen konnte, dann war es Schwäche», sagte Zuchold den Journalisten.

Penis-Gift

Er berichtet von einer Episode, bei der Putin um jeden Preis Zugang zu einer Studie über tödliche Gifte haben wollte. Ein Medizinforscher hatte in seiner Arbeit über verschiedene Vergiftungsmethoden, die keine Spuren hinterlassen, geschrieben. Neben dem Einsatz von radioaktiven Stoffen und vorgetäuschten Selbstmorden wurde auch eine Methode beschrieben, die Arsen über den Penis beim Geschlechtsverkehr überträgt. Putin habe sich dafür laut dem Bericht «brennend» interessiert.

Um an die Informationen zu gelangen, habe Putin den Wissenschaftler erpresst. Ein Handlanger soll dem Professor pornografisches Material untergeschoben haben. Einige Jahre später fand die Polizei besagte Unterlagen beim Putin-Helfer. Der Medizinforscher streitet hingegen ab, damit erpresst worden zu sein, heisst es im Artikel.

Briefe von Putins Ex-Frau

Auch zu Putins Privatleben, zu dem sich der Kreml ebenfalls hütet, zu viel preiszugeben, wollen die Journalisten Details ausgegraben haben. So sollen dem Recherchebüro Briefe von Putins Ex-Frau Ludmilla vorliegen. Unter anderem beklagte sie sich in einem Schreiben an eine Brieffreundin, dass ihr Gatte sie abfällig behandle.

Dies bestätigt auch Zuchold. Bei einem Besuch habe Putin Ludmilla mit folgenden Worten vorgestellt: «Sie ist wie russischer Kuchen, du steckst viel Zucker rein, und sie geht auf.» Als die Männer begannen über Geschäftliches zu sprechen, habe der russische Staatschef seine Frau in die Küche geschickt. Die Begründung: Sie habe bei «ernsten Unterhaltungen» nichts zu suchen.

Das russische Präsidialamt wollte sich laut «Correctiv» nicht zu Putins Zeit in Dresden äussern. Auch von Putin selber oder seiner Frau Ludmilla sei keine Antwort eingetroffen.

Putin soll Litwinenko vergiftet haben

Der Anwalt der Familie des vergifteten Kreml-Kritikers Alexander Litwinenko hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin für den Mord verantwortlich gemacht. Die Indizien seien solide und unmittelbar - «wahrscheinlich die besten Indizien, die je zu einem geheimen und korrupten kriminellen Vorhaben im Kreml verfügbar sein werden», sagte Ben Emmerson am Freitag in London zum Abschluss einer gerichtlichen Untersuchung des Falls.

Eine solche «Hinrichtung» sei ohne Zustimmung des russischen Präsidenten nicht möglich, sagte Emmerson. Litwinenko hatte zu den schärfsten Kritikern Putins gehört. Bis Ende des Jahres will der Richter, der die Untersuchung leitet, seinen Abschlussbericht dem Londoner Innenministerium vorlegen.

Der frühere russische Agent Alexander Litwinenko war im November 2006 in London an einer Vergiftung mit radioaktivem Polonium 210 gestorben. Als Hauptverdächtige gelten seine ehemaligen Kollegen Dmitri Kowtun und Andrej Lugowoi.

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