Versäumnisse im Ukraine-Krieg - Putin ist «wütend» und sperrt seine Berater ein

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Versäumnisse im Ukraine-KriegPutin ist «wütend» und sperrt seine Berater ein

Kremlchef Wladimir Putin ist offenbar unzufrieden mit dem Verlauf der russischen Invasion in der Ukraine. Mehrere Generäle wurden unter Hausarrest gestellt. 

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Wladimir Putin soll nicht zufrieden mit dem Verlauf der russischen Invasion in die Ukraine sein.

Wladimir Putin soll nicht zufrieden mit dem Verlauf der russischen Invasion in die Ukraine sein.

AFP
Laut dem Investigativjournalisten und Militärexperten Andrei Soldatov hat Putin die Auslandsverantwortlichen beim FSB, dem russischen Inlandsgeheimdienst, «attackiert».

Laut dem Investigativjournalisten und Militärexperten Andrei Soldatov hat Putin die Auslandsverantwortlichen beim FSB, dem russischen Inlandsgeheimdienst, «attackiert».

via REUTERS
Für den russischen Präsidenten sei der FSB hauptverantwortlich für die Niederlagen der russischen Armee in der Ukraine. Der Leiter Sergei Beseda und sein Stellvertreter stünden bereits unter Hausarrest, so Soldatov. 

Für den russischen Präsidenten sei der FSB hauptverantwortlich für die Niederlagen der russischen Armee in der Ukraine. Der Leiter Sergei Beseda und sein Stellvertreter stünden bereits unter Hausarrest, so Soldatov. 

via REUTERS

Darum gehts

  • Wladimir Putin soll wütend über Versäumnisse der russischen Geheimdienste im Ukraine-Krieg sein.

  • Angesichts des schleppenden Vormarsches seiner Truppen soll er mehrere hochrangige Berater zur Rechenschaft gezogen haben.

  • FSB-Leiter Sergei Beseda und sein Stellvertreter sollen unter Hausarrest stehen.

Vor Kriegsbeginn habe Wladimir Putin geglaubt, es werde einen recht kurzen Feldzug geben, in dem er Kiew schnell einnehme und die ukrainischen Streitkräfte überwältige. Doch mittlerweile sei er «wütend und frustriert» über den Verlauf der russischen Invasion, meldeten vor kurzem US-Geheimdienste. So sehr, dass er jetzt mindestens zwei hochrangige Geheimdienstler unter Hausarrest gestellt haben soll. 

Das twittert zumindest der Investigativjournalist und Militärexperte Andrei Soldatov. Putin soll angesichts des schleppenden Vormarsches seiner Truppen die Auslandsverantwortlichen beim FSB, dem russischen Inlandsgeheimdienst, «attackiert» haben. Für den russischen Präsidenten sei der FSB hauptverantwortlich für die Niederlagen der russischen Armee in der Ukraine. Der Leiter Sergei Beseda und sein Stellvertreter stünden bereits unter Hausarrest, so Soldatov. 


Der britischen «Times» sagte Soldatov, es könne gut sein, dass der FSB realistische Kenntnisse über die Lage in der Ukraine hatte – die Frage sei nur, was davon an Putin weitergegeben worden sei. «Das Problem liegt darin, dass es für die Verantwortlichen oft riskant ist, Putin Dinge mitzuteilen, die er nicht hören will», so der Kreml-Kenner. Daher würden sie Informationen für ihn «frisieren».  

Nothilfe für Menschen in der Ukraine

Auch der ukrainische Geheimdienst berichtet davon, dass Putin acht hochrangige Militärs gefeuert haben soll. Laut Oleksij Danilow, Chef des ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungsrats, wurden die Generäle gefeuert, weil sie «ihre Aufgabe» nicht erfüllt hätten. Gemeint ist damit offenbar eine rasche Übernahme der Ukraine: «So wie ich das sehe, sind sie verzweifelt», ist sich Danilow sicher. Neue Generäle sollen bereits bestimmt sein, die Änderungen der militärischen Führung könnten auch eine Änderung der Kriegsstrategie bedeuten.

In Moskau werden die Gerüchte zu den angeblichen Hausarresten und Entlassungen im Militär nicht kommentiert. Ganz im Gegenteil, erst am Freitagvormittag verkündete der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu, die «militärische Operation» – wie der Krieg in der Ukraine offiziell genannt wird – verlaufe «planmässig».

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(heute.at/Newsdesk)

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