Petro Poroschenko: «Putin sieht die Ukraine als russische Kolonie»
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Petro Poroschenko«Putin sieht die Ukraine als russische Kolonie»

Präsident Petro Poroschenko bezeichnet Wladimir Putin als «russischen Kaiser» und bittet Deutschland und die Nato um Hilfe in der Krim-Krise.

von
chk
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«Wir hoffen, dass in der Nato jetzt Staaten bereit sind, Marineschiffe ins Asowsche Meer zu verlegen»: Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko. (28. November 2018)

«Wir hoffen, dass in der Nato jetzt Staaten bereit sind, Marineschiffe ins Asowsche Meer zu verlegen»: Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko. (28. November 2018)

Keystone/AP/Mykola Lazarenko / Pool
Poroschenko bezeichnet ihn als «russischen Kaiser»: Wlaimir Putin. (28. November 2018)

Poroschenko bezeichnet ihn als «russischen Kaiser»: Wlaimir Putin. (28. November 2018)

Keystone/AP/Alexei Druzhinin / Sputnik / Kremlin Pool
«Vielleicht findet das Treffen nicht statt»: US-Präsident Donald Trump. (27. November 2018)

«Vielleicht findet das Treffen nicht statt»: US-Präsident Donald Trump. (27. November 2018)

Keystone/AP/Alex Wong

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat Deutschland und die Nato um militärische Unterstützung im Konflikt seines Landes mit Russland gebeten. «Wir hoffen, dass in der Nato jetzt Staaten bereit sind, Marineschiffe ins Asowsche Meer zu verlegen.»

Dies, um der Ukraine beizustehen und für Sicherheit zu sorgen, sagte Poroschenko der «Bild»-Zeitung vom Donnerstag. «Deutschland gehört zu unseren engsten Verbündeten.» In dem Konflikt setzt er insbesondere auf die Hilfe von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel: «Merkel ist eine grosse Freundin der Ukraine. Im Jahr 2015 hat sie durch ihre Verhandlungen in Minsk schon einmal unser Land gerettet, wir hoffen darauf, dass sie uns zusammen mit unseren anderen Alliierten noch einmal so sehr unterstützt.»

Russland Staatschef Wladimir Putin will nach den Worten Poroschenkos «das alte russische Reich zurück» und greife deshalb nach der «ganzen Ukraine». «Als russischer Kaiser, so wie er sich sieht, kann sein Reich nicht ohne die Ukraine funktionieren, er sieht uns als Kolonie.»

Auch deutsche Schiffe blockiert

Angesichts der «unglaublichen russischen Aggression» forderte Poroschenko weitere Sanktionen des Westens gegen Moskau. «Putin muss unsere Soldaten sofort freilassen und gleichzeitig das Meer freimachen für den internationalen Schiffsverkehr», sagte er unter Bezug auf die von Russland auf der Krim inhaftierten ukrainischen Marineangehörigen. Nicht nur ukrainische Handelsschiffe hängen laut Poroschenko vor der Krim fest, «sondern zu diesem Zeitpunkt auch drei deutsche Schiffe».

Die Krise zwischen Russland und der Ukraine hatte am Sonntag mit einer Konfrontation im Schwarzen Meer begonnen. Die russische Küstenwache hatte in der Strasse von Kertsch vor der Halbinsel Krim drei ukrainische Marineschiffe beschossen und aufgebracht. Mehrere ukrainische Marinesoldaten wurden dabei verletzt, insgesamt 24 Besatzungsmitglieder wurden festgenommen.

Am Montag beschloss das ukrainische Parlament auf Antrag von Poroschenko, ein dreissigtägiges Kriegsrecht in den Grenz- und Küstenregionen der Ukraine zu verhängen. Russland und die Ukraine weisen sich gegenseitig die Verantwortung für die Krise zu. (chk/sda)

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