Aktualisiert 27.07.2015 09:56

Ausbau der «Infrastruktur»Putin verabschiedet neue Marine-Doktrin

Die russische Marine will auf Geheiss des Kreml ihre Präsenz in der Arktis und im Atlantik ausbauen. Auch der Flottenstützpunkt auf der Krim soll aufgerüstet werden.

Antworten auf eine angeblich «Expansion der Nato im Osten»: Russlands Präsident Wladimir Putin mit Verteidigungsminister Sergej Shoigu (rechts) in der Nähe von Kaliningrad. (26. Juli 2015)

Antworten auf eine angeblich «Expansion der Nato im Osten»: Russlands Präsident Wladimir Putin mit Verteidigungsminister Sergej Shoigu (rechts) in der Nähe von Kaliningrad. (26. Juli 2015)

Als Reaktion auf seine Spannungen mit dem Westen hat Russland nach seiner Militärdoktrin auch seine Marinedoktrin geändert. Nach dem auf der Website des Kreml veröffentlichten Dokument soll die «Infrastruktur» der russischen Schwarzmeerflotte auf der annektierten Krim-Halbinsel ausgebaut werden. Zudem zählten Arktis und Atlantik künftig zu den wichtigsten Interessengebieten der russischen Marine. Mit einer angemessenen Präsenz der Marine im Atlantik reagiere Russland auf die «Expansion der Nato im Osten», erklärte Vize-Regierungschef Dmitri Rogosin.

Bereits Ende Dezember hatte Moskau eine neue Militärdoktrin verabschiedet. Darin wird die Nato-Osterweiterung als Bedrohung für die Sicherheit Russlands bezeichnet. Als Konsequenz unter anderem auf dem Ukraine-Konflikt hatte die Nato ihrerseits im Februar die Schaffung einer schnellen Eingreiftruppe aus 5000 Soldaten beschlossen. Deren Einsatz soll von sechs Kommandozentren an der Ostgrenze des westlichen Verteidigungsbündnisses koordiniert werden. (afp)

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