Ukraine-Krieg: Putins Bluthund fordert Einsatz von «Atomwaffen mit geringer Sprengkraft»

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Ukraine-KriegPutins Bluthund fordert Einsatz von «Atomwaffen mit geringer Sprengkraft»

Ramsan Kadyrow ist vom Abzug russischer Truppen aus Lyman – einer Stadt in der am Freitag annektierten Region Donezk – enttäuscht. Er rät Russland, «drastischere Massnahmen» zu ergreifen.

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Ramsan Kadyrow forderte am 1. Oktober 2022 russische Truppen auf, «Atomwaffen mit geringer Sprengkraft» in der Ukraine einzusetzen.

Ramsan Kadyrow forderte am 1. Oktober 2022 russische Truppen auf, «Atomwaffen mit geringer Sprengkraft» in der Ukraine einzusetzen.

AFP
Der Tschetschenenführer reagierte verärgert auf den Rückzug der Truppen aus der Stadt Lyman in Donezk.

Der Tschetschenenführer reagierte verärgert auf den Rückzug der Truppen aus der Stadt Lyman in Donezk.

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Erst am 30. September hatte Russlands Präsident Wladimir Putin die Annexion der vier ukrainischen Regionen Saporischschja, Cherson, Luhansk und Donezk angekündigt.

Erst am 30. September hatte Russlands Präsident Wladimir Putin die Annexion der vier ukrainischen Regionen Saporischschja, Cherson, Luhansk und Donezk angekündigt.

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Darum gehts

Der Tschetschenenführer Ramsan Kadyrow hat die russische Armee zum Einsatz von «Atomwaffen mit geringer Sprengkraft» in der Ukraine aufgerufen. «Meiner Meinung nach sollten drastischere Massnahmen ergriffen werden, bis hin zur Verhängung des Kriegsrechts in den Grenzgebieten und dem Einsatz von Atomwaffen mit geringer Sprengkraft», erklärte Kadyrow auf Telegram am Samstag nach dem Rückzug der Russen aus der strategisch wichtigen ukrainischen Stadt Lyman.

Der Machthaber der russischen Teilrepublik Tschetschenien prangerte zudem die «Vetternwirtschaft» in der russischen Armee an. Diese werde «zu nichts Gutem führen», erklärte er.

Russland zieht Truppen aus strategisch wichtiger Stadt ab

Nach einer Einkesselung durch ukrainische Truppen hatte das russische Militär zuvor seine Soldaten aus der strategisch wichtigen Stadt Lyman in der Ostukraine abgezogen. Der dem Kreml treu ergebene tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrow machte einen General für den Rückzug verantwortlich, der von höheren Führungskräften im Generalstab gedeckt werde. Einzelheiten oder Beweise für seine Behauptung nannte er nicht.

Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, die ukrainischen Streitkräfte hätten im Kampf um Lyman Verluste erlitten. Die russischen Truppen seien jedoch zahlenmässig unterlegen gewesen und hätte sich deshalb in günstigere Positionen zurückgezogen. Kurz zuvor hatte die ukrainische Luftwaffe erklärt, sie sei in Lyman eingerückt. Der Stabschef des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski veröffentlichte ein Video im Internet, das ukrainische Soldaten an einem Denkmal am Stadtrand von Lyman zeigen sollte. Die Männer in der Aufnahme schwenkten ukrainische Flaggen.

Erst am Tag zuvor an Russland annektiert

Lyman war ein wichtiger Knotenpunkt an der russischen Front für die Bodenkommunikation und die Logistik. Lyman liegt 160 Kilometer südöstlich von Charkiw, der zweitgrössten Stadt der Ukraine, in der Region Donezk nahe der Grenze zur Region Luhansk. Beide annektierte Russland am Freitag nach einer inszenierten Volksabstimmung.

Die ukrainischen Streitkräfte eroberten in einer im September begonnenen Gegenoffensive bereits viele Gebiete zurück und verdrängten die russischen Streitkräfte aus dem Gebiet um Charkiw. Von dort stiessen sie über den Fluss Oskil nach Osten in Richtung Lyman und auf andere strategische Punkte vor.

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(AFP/DPA/kle)

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