Ukrainischer Premier: «Putins Politik macht ihn zum Drogensüchtigen»
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Ukrainischer Premier«Putins Politik macht ihn zum Drogensüchtigen»

Am Donnerstag kritisierte der russische Präsident Wladimir Putin den ukrainischen Regierungschef. Nun schiesst Arseni Jazenjuk zurück und findet klare Worte.

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dia
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21. November 2013: Der damalige ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch legt ein Assoziierungsabkommen mit der EU überraschend auf Eis.

21. November 2013: Der damalige ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch legt ein Assoziierungsabkommen mit der EU überraschend auf Eis.

epa/Sergey Dolzhenko
Tausende Menschen demonstrieren in Kiew dagegen.

Tausende Menschen demonstrieren in Kiew dagegen.

epa/Sergey Dolzhenko
Dezember: Zentrum der immer grösser werdenden Proteste wird der Maidan in Kiew. Hunderttausende fordern Janukowitschs Rücktritt.

Dezember: Zentrum der immer grösser werdenden Proteste wird der Maidan in Kiew. Hunderttausende fordern Janukowitschs Rücktritt.

Keystone/AP/Efrem Lukatsky

Der ukrainische Premierminister Arseni Jazenjuk hat Wladimir Putin in einem Interview mit dem deutschen «Spiegel» verbal angegriffen. Die Annexion der Krim könnte nach seiner Auffassung erst der Anfang sein. «Sein Überleben ist abhängig von weiteren Landnahmen auf fremdem Staatsgebiet», sagt Jazenjuk. Diese aggressive Politik mache Putin «zu einem Drogensüchtigen».

Putins Goodwill in der Bevölkerung wird laut dem ukrainischen Staatschef nicht ewig halten. «Um seine Popularität zu bewahren, muss Putin weitere internationale Verbrechen begehen. Sonst ist er politisch tot», so Jazenjuk. Gleichzeitig fordert der Premierminister den Westen auf, mehr militärische und finanzielle Hilfe zu sprechen. So seien Waffenlieferungen für die Ukraine «von zentraler Bedeutung».

Ukraine laut Putin selbst schuld

Putin selbst hat am Donnerstag an der Jahrespressekonferenz Jazenjuk kritisiert. So sei die ukrainische Regierung schuld am Blutvergiessen im Osten des Landes. «Nicht die Volkswehr im Osten hat ihre Einheiten gegen Kiew gerichtet, sondern im Gegenteil: Die ukrainische Regierung hat ihre Streitkräfte nach Osten geschickt und verwendet Artillerie und Luftwaffe», verkündete Putin.

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